DFB-Pokalspiel LIVE

Keeper Kraft wird im Pokalkrimi zum Matchwinner

Hertha gewinnt den Pokalfight gegen Dynamo Dresden. Die brisante Partie in Bildern und Videos im Live-Blog.

  • Hertha BSC hat am Mittwochabend das DFB-Pokalspiel gegen Dynamo Dresden mit 5:4 (3:3, 2:2, 0:1) für sich entscheiden können. Die Berliner gewannen im Elfmeterschießen, Torwart Thomas Kraft wurde zum Matchwinner mit zwei gehaltenen Elfmetern.
  • Offiziell 70.429 Zuschauer waren vor Ort, davon mehr als 30.000 Fans der Dresdner. Die Partie wurde von der Berliner Polizei als Hochrisiko-Spiel eingestuft, rund 800 Einsatzkräfte sicherten das Spiel.
  • Die Anfahrt der Fans verlief überwiegend friedlich. Vereinzelt wurden auf der Anreise Bengalos gezündet. Im Stadion kam es unmittelbar nach Anpfiff zu massiven Pyro-Abbrennungen im Gästeblock.
  • Lesen Sie hier im Live-Blog, was im und rund um das Olympiastadion passiert ist. Alles Sportliche können Sie auch im Immer-Hertha-Liveticker nachlesen.
  • Lesen Sie auch: Hertha gewinnt Pokal-Krimi gegen Dresden im Elfmeterschießen

Hertha im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden - Das Minutenprotokoll zum Nachlesen

23.45 Uhr: Grenzenlose Euphorie im Berliner Olympiastadion:

23.43 Uhr: Für die Dynamo-Fans fahren S-Bahnen vom Olympiastadion direkt durch zum Flughafen Schönefeld. Dort haben viele geparkt. Die Bundespolizei meldet: "Die Sonderzüge fahren um 00:11 und 00:31 Uhr vom Olympiastadion ab. Bitte nutzt beide S-Bahnen für Euren Weg zum BER."

23.33 Uhr: Grujic trifft, Hertha steht in der nächsten Runde des DFB-Pokals!

23.32 Uhr: Ehlers scheitert, Kraft hält.

23.32 Uhr: Selke trifft für Hertha.

23.31 Uhr: Der Schiedsrichter lässt den Elfmeter von Stor wiederholen, weil sich Keeper Kraft zu früh von der Linie gelöst hat. Der Dresdner trifft im zweiten Versuch.

23.31 Uhr: Stor scheitert, Kraft hält.

23.30 Uhr: Rekik verschießt für Hertha.

23.29 Uhr: Koné trifft für Dresden.

23.29 Uhr: Dilrosun trifft für Hertha.

23.28 Uhr: Müller verschießt, Kraft hält.

23.28 Uhr: Darida trifft für Hertha.

23.27 Uhr: Horvath trifft für Dresden.

23.26 Uhr: Vedad Ibisevic trifft für Hertha.

23.25 Uhr: Patrick Ebert trifft für Dresden.

23.19 Uhr: Abpfiff der Verlängerung. Es geht ins Elfmeterschießen.

23.18 Uhr: Das. Gibt. Es Nicht. Als Hertha eigentlich schon K.o. ist, nagelt Jordan Torunarigha den Ball ins Dresdner Netz. 3:3 in letzter Sekunde – unfassbar.

23.05 Uhr: Dynamo geht in Führung! Erst jubelt Hertha, doch vor Ibisevics vermeintlichem Treffer steht der Bosnier im Abseits. Stattdessen klingelt es auf der anderen Seite. Joker Stor wird von Kreuzer bedient und kann aus der linken Strafraumhälfte abziehen. Keeper Kraft kann das Tor nicht verhindern. 2:3 – Hertha vor dem Pokal-Aus.

23.02 Uhr: So, die Schlussetappe: läuft.

22:58 Uhr: Halbzeit der Verlängerung. Tiiiiieeeeeeef durchatmen.

22.52 Uhr: Die 100. Minute ist rum. Die Kräfteverhältnisse zwischen den Teams sind unverändert. Aber wie lange reichen die individuellen Kräfte?

22.42 Uhr: Die Verlängerung läuft. Ante Covic stellt um. Lukebakio raus, Ibisevic rein. Zuvor war schon Jordan Torunarigha für Ondrej Duda gekommen. Dynamo hat inzwischen vier Mal gewechselt.

22.40 Uhr: Am U-Bahnhof Olympiastadion stehen die Züge der BVG schon in Doppelreihe bereit, um die Fußball-Fans nach Hause zu bringen. Doch das dürfte nun noch etwas dauern.

22.39 Uhr: Abpfiff. Das Spiel geht in die Verlängerung. Es ist schon absurd. Für Hertha stehen 21:8 Torschüsse zu Buche, zweimal trafen die Berliner Aluminium. Trotzdem hat es nach 90 Minuten nicht zum Sieg gereicht. Irre. Und Dresden? Hat in den jüngsten vier Zweitligaspielen nur ein Törchen zustande gebracht, trifft im Olympiastadion aber doppelt. Football, bloody hell.

22.32 Uhr: Du kriegst die Tür nicht zu. Elfer für Dresden, nach ungestümem Einsatz von Stark gegen Koné. Ex-Herthaner Patrick Ebert tritt an, ausgerechnet, und trifft mit ganz viel Dusel. Thomas Kraft war in der richtigen Ecke und hatte den Ball eigentlich schon. Aber was ist schon ein „eigentlich“? Eben. 2:2.

22.28 Uhr: Elfmeter für Hertha. Ondrej Duda trifft zum 2:1 und lässt Keeper Broll keine Chance. Herausgeholt wurde der Elfer von Lukebakio, der von links in den Strafraum gezogen war. Kreutzer trifft den Fuß des Belgiers kurz hinter der Linie. Berechtigter Pfiff.

22.24 Uhr: So sehr Hertha hier auch am Drücker ist: Fußball bleibt Ergebnissport. Die Berliner brauchen ein Tor. Punkt. Regulär noch zwölf Minuten plus Nachspielzeit. Wer hat Lust auf Verlängerung?

22.13 Uhr: Erster Wechsel bei Hertha: Salomon Kalou verlässt den Platz, für ihn kommt Davie Selke.

22.04 Uhr: Zwischendurch ein wenig Gäste-Service durch die Bundespolizei: "Für alle Dynamo-Fans, die ihr Fahrzeug am BER geparkt haben: Nach dem Spiel stehen für Euch zwei Sonderzüge der S-Bahn Berlin auf Gleis 9 und 10 am Bhf. Olympiastadion bereit. Damit kommt Ihr ohne Zwischenstopps nach Schönefeld."

22.09 Uhr: Hertha seit dem Seitenwechsel klar besser, aktiver und zielstrebiger. Mit dem Trio Dilrosun-Lukebakio-Kalou sind die Gäste sichtlich überfordert.

22.01 Uhr: Man. Fasst. Es. Nicht. Hertha kontert, Plattenhardt flankt von links und Dilrosun köpft an die Latte. Per Aufsetzer (!) wohlgemerkt. Weiter 1:1.

21.50 Uhr: Ausgleich! Lukebakio trifft zum 1:1. Ondrej Duda bedient aus dem Zentrum den an der rechten Strafraumhälfte durchstartenden Wolf, der legt flach quer, Dodi Lukebakio schiebt aus vier Metern ein. 1:1 – das ging flott.

21.46 Uhr: Weiter geht’s. Hertha jetzt auf die Ostkurve.

21.31 Uhr: Halbzeit.

21.21 Uhr: Tor für Dresden. Koné trifft. Dynamo startet hinten links am eigenen Sechzehner, am Ende steht das 1:0 für die Gäste. Dazwischen: drei Stationen, ein Doppelpass zwischen Koné und Jeremejeff und ein ganz cooler Abschluss des Stürmers, der den Ball lässig an Kraft vorbeilegt. Die Verteidiger Plattenhardt und Wolf machen dabei keine gute Figur. Hertha: 0. Dresden: 1.

21.16 Uhr: Wer sagt’s denn, es geht doch. Dilrosun bedient Lukebakio in der rechten Strafraumhälfte, der Belgier dreht sich auf und zieht aus 14 Metern zielstrebig ab. Einziges Manko: Sein Schuss rauscht über die Querlatte.

21.10 Uhr: Ein Video der gezündeten Bengalos im Gästeblock des Olympiastadions:

Hertha gegen Dresden: Pyros im Olympiastadion
Hertha gegen Dresden: Pyros im Olympiastadion

21.05 Uhr: Aufgemerkt, Hertha – so schnell kann’s gehen. Doppelchance für Dynamo, und was für eine! Wolfs Pass aus der Abwehr trifft einen Dresdner und prallt von dort zu Stürmer Koné, der mutterseelenallein vor Thomas Kraft auftaucht. Aber: Der Angreifer setzt den Ball knapp neben den linken Pfosten. Sekundenbruchteile später kommt Hamalainen in der linken Strafraumhälfte aus 14 Metern zum Abschluss. Rückkehrer Stark fälscht den Schuss zur Ecke ab. Puh.

21.03 Uhr: Die Berliner Polizei weist darauf hin, dass das Abbrennen von Pyro im Stadion verboten ist: "Wenn Sie nach dem Zünden von Pyro Verbrennungen, Beschädigungen sowie Reizungen Ihrer Augen oder Atemwege verspüren, dann können Sie dies anzeigen." Anzeigen würden die Beamten vor Ort, aber auch jede Polizeidienststelle oder die Internetwache entgegen nehmen.

20.53 Uhr: Erste Riesengelegenheit für Hertha. Einen Wolf-Schuss aus 16 Metern kann Dynamo-Keeper Broll nur abklatschen lassen, den Nachschuss aus fünf Metern setzt Kalou dann allerdings mit Schmackes übers Tor. Muss er machen.

20.51 Uhr: Nach Anpfiff erreichen die letzten Dynamo-Fans in Eile und voller Hektik das Olympiastadion.

20.48 Uhr: Das kommt nicht überraschend. Massiver Pyro-Einsatz im Gästeblock.

20.46 Uhr: Anpfiff. Der Ball rollt.

20.42 Uhr: Beste Stimmung unmittelbar vor dem Anpfiff:

Hertha gegen Dresden vor dem Anpfiff im Olympiastadion
Hertha gegen Dresden vor dem Anpfiff im Olympiastadion

20.40 Uhr: Auch am S-Bahnhof Olympiastadion kam es während der Anreise der Dynamo-Fans zum Wurf eines Feuerwerkskörpers. Sicherheitskräfte umstellten den Bereich. Unklar ist, wer das Feuerwerk gezündet hat.

20.36 Uhr: Wenige Minuten bis zum Anpfiff. Die Dynamo-Fans sind offenbar startklar:

20.34 Uhr: Mit Ersatzkeeper Thomas Kraft und Rückkehrer Niklas Stark startet Hertha in das DFB-Pokalspiel gegen Dynamo Dresden. Berlins Trainer Ante Covic nimmt für die Zweitrundenpartie im Vergleich zum 2:3 gegen 1899 Hoffenheim am vergangenen Sonnabend insgesamt fünf Änderungen vor. Kraft kommt wie geplant für Stammtorwart Rune Jarstein zum Einsatz, Innenverteidiger Stark steht erstmals seit seiner Verletzung bei der Nationalmannschaftsreise auf dem Platz. Zudem rücken Javairo Dilrosun, Salomon Kalou und Ondrej Duda ins Team, Kapitän Vedad Ibisevic sitzt zunächst auf der Bank. Bei Dynamo steht unter anderem der Ex-Herthaner Patrick Ebert in der Anfangsformation. Etwas überraschend startet auch Offensivkraft Alexander Jeremejeff für den kriselnden Zweitligisten aus Sachsen.

20.25 Uhr: Immer wieder kommt es an den S-Bahnhöfen zu Verzögerungen der Abfahrt, weil Fans die Türen blockieren. Auch trauen sich viele Hertha-Fans nicht in die Züge, die voll mit Dynamo-Anhängern sind, zuzusteigen. Ansonsten ist die Stimmung in den Zügen weitestgehend friedlich.

20.18 Uhr: Vor dem Spiel spricht Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) über das Projekt "Farbe bekennen". Dann sagt sie, sie tippe auf ein 2:1 für Hertha.

20.02 Uhr: Das Stadion füllt sich.

19.59 Uhr: Der Ansturm der Dynamofans in Schönefeld flaut ab. Die Züge der S9 nach Spandau sind nun keine Sardinenbüchsen mehr. Auch Hertha-Fans steigen auf der Strecke immer wieder zu. Trotz allem bleibt die Lage ruhig und die Stimmung der Schwarz-Gelben ist gut.

19.54 Uhr: Dynamos Aufstellung: Broll - Ballas, Müller, Ehlers - Kreuzer, Ebert, Nikolaou, Hamalainen, Jeremejeff, Atik - Koné

19.50 Uhr: Die Polizei spricht aktuell von einem störungsfreien Anreiseverkehr zum Olympiastadion. Vor den Bierständen gibt es lange Schlangen und gute Stimmung. Nur die Zuschauer, die mit dem Auto kommen stehen im Stau. Ab der Olympischen Allee stehen die Pkw im Stau, um auf einen der Parkplätze zu kommen.

19.43 Uhr: Herthas Aufstellung ist da. Trainer Ante Covic schickt diese Start-Elf auf den Platz: Kraft - Stark, Rekik, Wolf, Plattenhardt - Grujic, Darida, Kalou, Duda, Dilrosun - Lukebakio.

19.38 Uhr: Noch immer bringen Shuttlebusse Fans der SG Dynamo Dresden vom Parkplatz zum S-Bahnhof Schönefeld. Auf dem Weg kommt es immer wieder zu unschönen Szenen wie Rauchbengalos oder Fans, die aus der Bahn steigen und sich ungeniert auf dem Bahnsteig ihrer Notdurft entledigen.

19.34 Uhr: Die Berliner Polizei erinnert bei Twitter an das Alkoholverbot im Olympiastadion und meldet die Festnahme eines betrunkenen Fans.

19.03 Uhr: Am Bahnhof Schönefeld, wo weiterhin Dresdner Fans eintreffen, um sich von dort auf dem Weg zum Olympiastadion zu machen, ist ein schwarzer Bengalo gezündet worden. Das Feuer ist inzwischen gelöscht, ein Sicherheitsdienst vor Ort.

18.49 Uhr: Früh übt sich, wer ein Fan werden will, weiß Jonas (8) aus Großröhrsdorf, der mit seiner Familie gerade in Schönefeld angekommen ist. Er ist heute mit Mutter Nadine (30) und Vater Alexander (34) das erste Mal bei einem Spiel in Berlin - aber bereits seit dem zweiten Lebensjahr Vereinsmitglied bei Dynamo Dresden. "Mein letztes Spiel war im vergangenen Jahr in Dresden als wir gegen Paderborn gewonnen haben. Das lag vor allem an der Stimmung", sagt Jonas. Vater Alex ergänzt, die frühe Mitgliedschaft liege vor allem an der "großartigen Fankultur", die der Verein habe. Er habe das Gefühl, heute sei halb Sachsen zum Spiel aufgebrochen. Mit der kleinen Familie sind allein 50 weitere Fans gekommen.

Stolz zeigt Thomas (53) in Schönefeld sein Trikotlogo. "Ich interpretiere das so, dass 30 Jahre nach dem Mauerfall eine ostdeutsche Mannschaft bei so einem wichtigen Pokalspiel antritt. Der kleine Außenseiter Trabi im großen Berlin". Mit dem Trabi sind die vier Freunde aus Riesa zwar nicht gekommen, aber Sven (41), Marko (37) und Andreas glauben an einen Sieg nach Elfmeterschießen. In der Stadt bleiben wollen sie nicht, "nach der Siegesfeier" gehe es wieder heim.

18.41 Uhr: Rund um das Olympiastadion hat sich ein massives Polizeiaufgebot postiert.

18.36 Uhr: Der offizielle Twitter-Kanal der Dresdner meldet: Bereits ein paar Tausend Dynamo-Fans befinden sich vor dem Olympiastadion. Nun starte der Stadion-Einlass.

18.31 Uhr: Die U- und S-Bahnen Richtung Olympiastadion sind voll. Ein Video aus der S3 zeigt: Die Vorfreude steigt. Die Berliner Polizei meldet indes: alles friedlich, keine Einsatzschwerpunkte.

Fans von Dynamo Dresden in einer S-Bahn vor dem Spiel gegen Hertha BSC
Fans von Dynamo Dresden in einer S-Bahn vor dem Spiel gegen Hertha BSC

18.15 Uhr: Eine Händlerin am Olympiastadion sagt, Dresdner-Fan-Artikel seien heute Abend deutlich stärker nachgefragt als blau-weiße Mützen und Schals. "Kein Wunder, wir stehen ja am Gäste-Ausgang", sagt sie.

18.03 Uhr: Am S-Bahnhof Olympiastadion wollen Fans aus Dresden einen Journalisten daran hindern, Fotos mit dem Handy zu machen. Wenig später skandieren sie lautstark "Lügenpresse".

17.51 Uhr: S-Bahnhof Olympiastadion, Lautsprecheransage: "Die Fans von Dynamo Dresden benutzen bitte den Ausgang entgegen der Fahrtrichtung, Hertha-Fans nehmen bitte den Ausgang in Fahrtrichtung." Einsatzkräfte der Bundespolizei und Mitarbeiter des Sicherheitsdiensts der Bahn sind auf dem Bahnsteig. Zu tun haben sie nichts. Die Fans aus Dresden sind in der Überzahl.

17.43 Uhr: Rund ums Stadion haben sich Einsatzkräfte der Berliner Polizei postiert. Bei Twitter heißt es, etwa 800 Beamte seien vor Ort, darunter auch eine Einsatzhundertschaft aus Dresden. Zum Vergleich: Bei normalen Bundesliga-Spielen von Hertha sind es etwa 400 bis 500.

17.35 Uhr: Immer mehr Fans von Dynamo Dresden trudeln am Flughafen in Schönfeld ein und fahren von dort mit der S-Bahn zum Olympiastadion.

Mit lauten Fangesängen wie "Hurra, hurra, die Dresdner die sind da" und viel "guter Laune", wie ein Busfahrer der Morgenpost vor Ort berichtet, hoffen junge und alte Fans auf den Sieg ihrer Mannschaft. Die Polizei vor Ort sagt, es gäbe bislang keine nennenswerten Vorkommnisse.

17.28 Uhr: Hertha- und Dynamo-Fans müssen sich heute im Olympiastadion warm anziehen: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet in Berlin und Brandenburg leichten bis mäßigen Frost zwischen -1 und -6 Grad.

16.46 Uhr: Vor dem Pokal-Duell zwischen Hertha BSC und Dynamo Dresden sind am Mittwochnachmittag die ersten Gästefans in Berlin eingetroffen. Noch gibt es keine Einsatzschwerpunkte, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

Die Dynamo-Fans werden von ihrem Verein aufgerufen, sich am künftigen Hauptstadtflughafen BER zu treffen und von dort in die Stadt zu reisen. Fans, die Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg gingen, sollten getrennt ins Stadion geleitet werden, sagte der Sprecher. Er betonte: Ein Großteil der Fans seien am Spiel und nicht an Gewalt interessiert.

16.42 Uhr: Es ist angerichtet: das Olympiastadion im letzten Glanz eines sonnigen aber ziemlich frischen Tages in Berlin. In rund vier Stunden wollen hier rund 70.000 Fans den Pokal-Hit gegen Dynamo Dresden verfolgen. Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zeigen sich vorbereitet: Die Fahrten der U2 bis Theodor-Heuss-Platz werden bis zum Olympiastadion verlängert. Nach Ende des Spiels sollen fünf zusätzliche Züge in die Gegenrichtung angeboten werden. Auch die Berliner S-Bahn bringt ein verstärktes Zugangebot auf die Schiene: Auf den Linien S3, S5 und S9 sind zusätzliche Züge unterwegs.

16.35 Uhr: "Rock 'n' Roll in Berlin und im Olympiastadion mit dem Trabi auf der Brust": Ein Dynamo-Fan ist schon den ganzen Tag mit seinem gelben Trabi in Berlin unterwegs.

Hertha BSC gegen Dynamo Dresden: Das müssen Sie wissen

Wann findet das DFB-Pokalspiel Hertha BSC gegen Dynamo Dresden statt?

Anstoß für das Pokalspiel von Hertha BSC gegen Dynamo Dresden ist am Mittwoch, 30. Oktober 2019, um 20.45 Uhr im Olympiastadion. Das Stadion öffnet ca. 120 Minuten vor Anpfiff.

Gibt es noch Tickets für die Partie im Olympiastadion Berlin?

Die Zuschauerzahl strebt auf 70.000 zu. Es gibt noch Karten an den Vorverkaufsstellen und auch online zu kaufen. Auch die Abendkassen am Stadion werden geöffnet sein. Die Tickets kosten ab 15 Euro. Der Ticket-Weiterverkauf ist möglich.

Wann wird das Olympiastadion geöffnet?

Das Stadion wird 2.15 Stunden vor Anpfiff (20.45 Uhr) geöffnet, deutlich früher als bei normalen Bundesligaspielen. Es wird eine frühzeitige Anreise empfohlen, am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Wie viele Dynamo-Fans werden beim Spiel im DFB-Pokal in Berlin erwartet?

Mehr als 30.000 Fans wollen aus der sächsischen Hauptstadt nach Berlin reisen. Hertha BSC hat 19.200 Karten für Dynamo-Fans zur Verfügung gestellt und damit das übliche Gästekontingent von etwa 7500 Karten mehr als verdoppelt. Auch das Zusatzkontingent fand reißenden Absatz und war bereits nach einer Stunde ausverkauft.

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Wie wird das Wetter beim Spiel zwischen Hertha und Dynamo Dresden?

Am Mittwochabend werden in Berlin Temperaturen zwischen 2 und 4 Grad erwartet, im Laufe der Partie können die Werte bis zum Gefrierpunkt fallen. Zuschauer sollten sich im gewohnt zugigen Olympiastadion dick einpacken.

Wo werden sich die Dynamo-Fans im Olympiastadion Berlin aufhalten?

Am Olympiastadion werden die Fan-Lager strikt getrennt. Fans von Hertha BSC erhalten ausschließlich über das Osttor Zugang zum Stadion, also vom Olympischen Platz.

Der Gästebereich im Olympiastadion befindet sich zu beiden Seiten des Marathontors. Außerdem hat Hertha BSC den Anhängern der Schwarz-Gelben, die sich Karten im freien Verkauf gesichert haben, eine Block-Empfehlung ausgesprochen. Diese bezieht sich auf die Blöcke F, E, L und M, die direkt an den Gästebereich angrenzen. Sie sind schon fast ausgebucht. In den Blöcken Q-T sowie 34-41 erhalten Besucher in Gästefankleidung keinen Zutritt.

Alle sportlichen Details: Hertha ist bereit für den nächsten Kraft-Akt

Wird das Pokalspiel im TV gezeigt?

In der zweiten DFB-Pokalrunde gibt es zwei Topspiele im Free-TV zu sehen. Die Partie zwischen dem VfL Bochum und Titelverteidiger und Rekordsieger FC Bayern München wird am Dienstag, 29. Oktober (ab 20 Uhr), live von Sport1 übertragen. Die ARD hat sich fürs Duell zwischen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach am Mittwoch, 30. Oktober (ab 20.45 Uhr), entschieden. Wie gewohnt zeigt der Pay-TV-Sender Sky alle 16 Spiele live.

Wie sorgt die Polizei für Sicherheit im Olympiastadion Berlin?

Die Polizei ist mit mehr als 1000 Kräften im Einsatz. Zum Vergleich: Bei normalen Bundesliga-Spielen von Hertha sind es etwa 400 bis 500. Die Begegnung hat ein Gewalt-Potenzial. Die Sicherheitsbehörden rechnen mit Hunderten Fans der Kategorien B und C, also solchen, die zu Gewalt neigen und solchen, die Gewalt suchen.

Die Polizei Berlin legt den Schwerpunkt auf die Begleitung der Fan-Gruppen vom und zum Olympiastadion. Man wisse um die sportliche Bedeutung des Spiels und die Rivalität der Vereine und stehe in engem Kontakt zu den szenekundigen Polizisten in Dresden sowie zur Bundespolizei, die die Anreise der Fans begleite, sagte ein Polizeisprecher der Polizei Berlin im Vorfeld. Es sollen sowohl uniformierte Kräfte also auch Kräfte in Zivil zum Einsatz kommen. Wie die Bundespolizei auf Nachfrage mitteilte, ist z.Zt. kein Einsatz eines Sonderzuges von Dresden nach Berlin geplant.

Welche Regeln gelten im Berliner Olympiastadion?

Die Sicherheitsvorschriften sind hoch. Im Stadion wird kein Alkohol ausgeschenkt. Mit auf das Gelände dürfen Tetrapaks bis 0,25 Liter Fassungsvermögen.

Nicht gestattet sind: Glas- und Plastikflaschen, Profikameras, sperrige Gegenstände, Waffen und Gegenstände, die als Waffen Verwendung finden können, Gassprühdosen, Feuerwerkskörper, Leuchtkugeln, Rauchpulver, Rauchbomben oder andere pyrotechnische Gegenstände. Fans dürfen auch keine Fahnen- oder Transparentstangen mitbringen, die länger als ein Meter oder deren Durchmesser größer als drei Zentimeter ist, ebenso müssen Lärminstrumente wie Megaphone und Gasdruckfanfaren zu Hause bleiben.

Wichtig: Es gilt ein Rucksack- und Taschenverbot. Zugelassen für die Mitnahme in das Olympiastadion Berlin sind nur Taschen von maximal einer Größe im Format DIN A4 (29,7cm x 21 cm) mit einer Tiefe von höchstens 15 cm.

Wie komme ich zum Olympiastadion?

Die Adresse lautet Olympischer Platz 3, 14053 Berlin. Mit der U-Bahnlinie U2 geht es direkt zum U-Bahnhof Olympiastadion. Mit der S-Bahnlinie S9 erreicht man den S-Bahnhof Olympiastadion. Alternative mit dem Bus X34, M49 und 218 bis Haltestelle Flatowallee oder Buslinie 104 bis U-Bahnhof Neu-Westend.

Die BVG verdichtet ihren Takt und setzt Sonderzüge ein. Jeder Zug der U2 fährt bis Olympiastadion. Am U-Bahnhof Olympiastadion stehen Sonderzüge bereit, die bei Bedarf eingesetzt werden und dann bis zum Alexanderplatz fahren. Eventuell werden auch zusätzliche Busse eingesetzt.

Fans von Dynamo Dresden, die mit dem PKW anreisen, können die Parkplätze am BER nutzen. Von dort wird es einen S-Bahn-Shuttle zum Olympiastadion geben