Pal Dardai bleibt bei seiner harten Linie gegenüber den Profis Sandro Wagner, 27, und Peter Niemeyer, 31. Der Trainer von Hertha BSC beorderte die beiden Spieler im letzten Drittel des Trainings an den Rand. Während die Kollegen Spielformen auf kleine Tore spielten, musste Wagner und Niemeyer abseits sich gegenseitig Pässe zuspielen.
Trainer Dardai sagte: "Das ist doch eine gute Übung, lange Pässe zu schlagen. Sie sollen Qualität zeigen."
Niemeyer und Wagner waren bereits in der vergangenen Woche aussortiert worden. Während der Rest des Kaders sich in Schladming in der Steiermark auf die Bundesliga-Saison vorbereitete, musste das Duo bei der Regionalliga-Mannschaft von Hertha, der U23, in Berlin trainieren.
Dardai: "Sandro und Peter dürfen mittrainieren. Aber bei Spielformen, wenn wir zu viele Spieler haben, nehme ich sie raus."
Hintergrund der Maßnahmen: Beide Spieler haben noch Vertrag bis Juni 2016 bei Hertha. Dardai plant die neue Saison jedoch ohne sie. Die sportliche Leitung von Hertha will durch dieses Vorgehen erreichen, dass Wagner und Niemeyer Hertha noch innerhalb dieser Transferperiode verlassen, die bis zum 31. August läuft.
"Wir sind beide nicht irgendwelche Spieler"
Sandro Wagner sagte der Morgenpost: "Wenn das die Art und Weise ist, wie jetzt bei Hertha mit Peter und mir umgegangen wird, kann ich das nicht ändern. Wir sind beide nicht irgendwelche Spieler, sondern haben uns stets jeden Tag hier reingehauen. Ich habe noch ein Jahr Vertrag bei Hertha und schaue mal, was passiert."
Hertha hatte bereits in den zurückliegenden Jahren wenig Geschick bewiesen im Umgang mit Spielern, mit denen nicht mehr geplant wurde. So traf sich Hertha mit den Profis Maik Franz, Peer Kluge und Felix Bastians vor dem Arbeitsgericht. Die Fälle wurden alle außergerichtlich gegen Zahlung von Geldsummen jeweils im sechsstelligen Bereich beigelegt.
Nicht beim Training war Hajime Hosogai. Der Japaner hat eine Entzündung in der Ferse und wird bis auf weiteres ausfallen.





