Hertha BSC

Mindestens drei Wochen Pause für Änis Ben-Hatira

Verdachtsdiagnose bestätigt: Der Tunesier hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und wird dem Fußball-Bundesligisten in den nächsten wichtigen Spielen fehlen. Coach Pal Dardai reagiert verärgert.

Foto: Jan Kuppert/SVEN SIMON / picture alliance / Sven Simon

Nun ist es offiziell: Herthas Offensiv-Allrounder Änis Ben-Hatira hat sich bei seinem Länderspieleinsatz für Tunesien am vergangenen Dienstag in China (1:1) einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Das ergab eine MRT-Untersuchung am Donnerstag. Damit wird der 26-Jährige dem Berliner Fußball-Bundesligisten mindestens drei Wochen fehlen.

Weil Ben-Hatira nach einer zweimonatigen Verletzungspause noch nicht wieder bei 100 Prozent gewesen sei, hatte Herthas Trainer Pal Dardai dem Deutsch-Tunesier von der Länderspielreise abgeraten. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag machte Dardai seinen Unmut erneut deutlich. „Ich will Änis bis Sonntag nicht sehen“, sagte der Ungar, „danach können wir reden.“

Entwarnung bei Skjelbred

Mit vier Toren und vier Vorlagen ist Ben-Hatira neben dem ebenfalls verletzten Julian Schieber bislang der beste Berliner Scorer der Saison. Wegen seiner Spielstärke und Kreativität galt er im Kampf um den Klassenerhalt als Hoffnungsträger.

Entwarnung gab es unterdessen von den übrigen Nationalspielern. Fabian Lustenberger und Valentin Stocker (beide Schweiz) kehrten ebenso wohlbehalten nach Berlin zurück wie John Anthony Brooks (USA) und Peter Pekarik (Slowakei).

Gemeinsam mit Per Skjelbred, der wegen einer Oberschenkelverhärtung noch geschont wird, absolvierte Pekarik am Donnerstag zwar nur ein abgespecktes Trainingsprogramm. Ihre Einsätze im Heimspiel gegen den SC Paderborn am Sonntag (17.30 Uhr, Olympiastadion) sind laut Dardai aber nicht gefährdet.