Vertragsverhandlungen

Hertha BSC verstärkt sich nicht mit Kevin Pezzoni

Kevin Pezzoni bleibt nicht in Berlin. Er wollte von Hertha-Trainer Luhukay garantierte Einsatzzeiten. Daran scheiterte eine Einigung.

Foto: Michael Gottschalk / dapd

Hertha BSC wird sich nicht mit Kevin Pezzoni (23) verstärken. Pezzoni hatte am Mittwochabend bei Trainer Jos Luhukay angerufen und mitgeteilt, er werde das Angebot des Fußball-Zweitligisten nicht annehmen. Vorausgegangen war am frühen Nachmittag ein Gespräch, in dem Luhukay Pezzoni mitgeteilt hatte, er könne dem Profi keine Einsatzzeiten garantieren. Hertha habe fünf Innenverteidiger, Pezzoni müsse sich dem Konkurrenzkampf stellen.

Der derzeit vertragslose Innenverteidiger hatte seit dem 9. Oktober in Berlin mittrainiert, weil Hertha nach diversen Verletzungsausfällen ein personelles Problem im Abwehrzentrum hat. Manager Michael Preetz hatte am Anfang dieser Woche Pezzoni ein stark leistungsbezogenes Vertragsangebot gemacht. Ausgehend von einem Grundgehalt von (geschätzt) 10.000 Euro hätte der Verteidiger sehr hohe Einsatzprämien erhalten. In dem Gespräch mit Trainer Luhukay sagte Pezzoni, das Finanzielle sei nicht das Problem, aber er müsse für seine Fortentwicklung regelmäßig spielen. Luhukay sagte, er habe 26 Spieler im Kader, die ebenfalls alle spielen wollen, er könne keine Einsatzgarantien geben.

Pezzoni, der als Mobbing-Opfer beim 1. FC Köln seinen dortigen Vertrag zum 31. August aufgelöst hatte, trainierte am Mittwoch bereits nicht mehr mit. Für heute wird eine offizielle Stellungnahme von Hertha BSC erwartet. Der derzeitige Tabellen-Zweite der Zweiten Liga tritt am Freitag beim VfL Bochum an.