Hertha - Gladbach

Preetz nennt Raffael-Wechsel nur "ein Gerücht"

Hertha trifft am Ostersamstag auf Gladbach - und Raffael damit auf das Team seines Ziehvaters Favre. Nun kochen Wechselgerüchte hoch.

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Am Ostersonnabend muss Hertha BSC bei Borussia Mönchengladbach antreten – nicht nur, weil es dem Spielplan nach die Top-Partie des 29. Spieltages in der Fußball-Bundesliga ist, stehen die Berliner vor 90 Minuten mit besonderem Charakter. Im Abstiegskampf braucht die Mannschaft von Otto Rehhagel jeden Punkt, ein Sieg oder wenigstens ein Unentschieden bei den heimstarken Borussen (nur eine Niederlage) ist fast schon Pflicht.

Seinen besonderen Reiz zieht das Spiel aber auch daraus, dass es die erste Begegnung der beiden Klubs seit dem Viertelfinale im DFB-Pokal ist, das Hertha Anfang Februar erst nach Verlängerung mit 0:2 (0:0, 0:0) verloren hatte. Dieses Pokalspiel habe „hohe Wellen geschlagen“, sagte Hertha-Manager Michael Preetz am Gründonnerstag.

Er sei sich sicher, dass alle Berliner Spieler sich „noch an die spielentscheidende Szene erinnern können“, die von Schiedsrichter Brych seinerzeit „nicht korrekt bewertet worden“ war. Gemeint ist jene Begegnung von Herthas Abwehrspieler Roman Hubnik mit Igor de Camargo, die sich im Berliner Strafraum Nasenspitze an Nasenspitze gegenüberstanden, ehe der Gladbacher Stürmer wie von einem Peitschenhieb getroffen zu Boden sank.

"Raffael steht hier unter Vertrag"

„Roman hätte anders mit der Situation umgehen können, das weiß er“, sagte Preetz im Nachhinein, so wurde es schlussendlich „ein bitterer Abend für Hertha BSC“. Damit dem am Osterwochenende kein weiterer bitterer Abend für Hertha BSC folgt, hofft der Manager, dass ein anderer Berliner Spieler besonders engagiert zu Werke geht: Raffael, der Ziehsohn des heutigen Gladbach-Trainers Lucien Favre.

Zufall oder nicht, just vor der Partie konkretisiert sich das Gerücht, wonach die Borussia Raffael recht prominent auf ihrer Liste der möglichen Reus-Nachfolger führe. Dazu sagte Preetz: „Das ist ein Gerücht, nicht mehr, Raffael steht hier unter Vertrag.“ Konkret ist das bis 2014 der Fall. Aber vieles im Fußball ist eine Frage des Geldes; erst recht in dem Fall, dass Hertha am Saisonende absteigen sollte.

Bis dahin verbleiben sechs Spiele, vor deren Ablauf Hertha alle Personaldiskussionen in den Hintergrund rücken sollte. Stattdessen parlierte Preetz, er könne er im Vorfeld der anstehenden Partie nicht beantworten, inwiefern sich das Wiedersehen mit Favre auf Raffaels Leistung auswirken werde. Doch sei es zum einen „kein Geheimnis, dass beide in ihrer Zeit in der Schweiz beim FC Zürich gut miteinander gearbeitet haben und später auch bei Hertha BSC“. Und „aus dem Blickwinkel eines ehemaligen Spielers“ könne Preetz außerdem sagen: „Es ist immer schön, wenn Interesse an einem besteht. Das zeigt, dass man als Spieler was kann und auch was geleistet hat.“

Mag diese Aussage des Hertha-Managers auch sehr allgemein gehalten sein, so ist sie vor einem Hintergrund doch interessant: Neben Bundesliga-Rivale Borussia Mönchengladbach soll auch der italienische Spitzenklub SSC Neapel an Raffael interessiert sein. Als mögliche Ablösesumme für den Brasilianer machte bereits eine zweistellige Millionensumme die Runde – Geld, das die mit 35 Millionen Euro verschuldeten Berliner gut gebrauchen könnten.

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