Bundesliga

Rekord-Verkauf bei Hertha-Spiel gegen die Bayern

Für das Spiel Hertha BSC gegen den FC Bayern im März 2012 gibt es nur noch Restkarten. Allein am ersten Vorverkaufstag wurden 25.000 Tickets verkauft. Am Wochenende müssen die Berliner aber erst einmal in Kaiserslautern bestehen.

Foto: dpa / dpa/DPA

Markus Babbel hat das Schweigen dieser Tage ja regelrecht zur Kunst erhoben. Als es aber am Donnerstag in der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim 1.FC Kaiserslautern ausnahmsweise einmal nicht um seine Zukunft als Trainer von Hertha BSC ging, sondern im Gegenteil die Vergangenheit das Thema war, da wurde Babbel regelrecht mitteilsam. Der frühere Weltklasse-Abwehrspieler erzählte mit leuchtenden Augen von einem 3:2 des FC Bayern auf dem gefürchteten Lauterer Betzenberg, zu dem er im September 1995 das erste und dritte Münchner Tor beisteuerte. „Damals habe ich meinen ersten Doppelpack erzielt“, sagte Babbel stolz. „Deinen einzigen?“, konterte spitz der neben ihm sitzende Manager und ehemalige Torjäger Michael Preetz. Und Babbel musste mit einem Lächeln gestehen: „Meinen einzigen.“

Aber Preetz' Triumph währte nur kurz. Seine Erinnerung führte in den September 1998. 3:1 führte Hertha da nach 53 Minuten durch Tore von Veit, Thom und Dardai – und verlor noch 3:4. „Es haben also auch frühere Hertha-Mannschaften Führungen verspielt“, sagte Preetz mit Blick auf den aktuellen Negativlauf selbstironisch.

Nur noch Restkarten

Wenn Berlins Bundesligist Sonnabend (15.30 Uhr, Sky live) erstmals seit April 2006 wieder in Kaiserslautern zu Gast ist, soll der Lauf von zuletzt drei Bundesligaspielen ohne Sieg gestoppt werden. Schlimmer noch: Nach dem 1:2 gegen Mönchengladbach wurden sowohl beim 2:2 in Freiburg, als auch beim 3:3 im folgenden Heimspiel gegen Leverkusen jeweils nur scheinbar beruhigende Zwei-Tore-Führungen verspielt. Ein drittes Mal soll, ein drittes Mal darf das nicht passieren, mahnt Preetz. Er ahnt aber auch, dass die Gäste auf dem Betzenberg keineswegs eine heimelige Atmosphäre erwarten wird: „Das Stadion wird voll sein, es wird ein hitziges, kampfbetontes Spiel werden.“ Um unter solchen Umständen nicht von Anfang in Bedrängnis zu geraten, „wird es wichtig sein, dass wir den Fight von Anfang an annehmen und voll dagegenhalten“, fordert Trainer Babbel – „dann haben wir das Potenzial, das Spiel für uns zu entscheiden.“ Mut macht Babbel das, was er von seinem Team in dieser Trainingswoche hat sehen dürfen. Es ging jeweils recht rustikal zur Sache, kein Spieler scheute Zweikämpfe. Jetzt müssten sie das nur genauso gut auch in Kaiserslautern hinbekommen, sagte Babbel.

So gut wie entschieden ist außerdem, dass das Heimspiel der Berliner im März 2012 gegen den FC Bayern ausverkauft sein wird. Wie der Hauptstadtklub mitteilte, wurden allein am ersten Vorverkaufstag 25.000 Karten für die Partie des 26. Spieltages gegen den FC Bayern abgesetzt. Dies sei „absoluter Rekord“ für einen einzelnen Tag, teilte ein Sprecher mit. Abzüglich Dauerkarten und Gästekontingent seien schon jetzt nur noch Restkarten im freien Verkauf verfügbar.

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