Es war eine Stimmung wie im DFB-Pokal. 10.000 Einwohner hat Altenberge, jeder Vierte von ihnen war ins Stadion am Sportpark Großer Berg gekommen. Und auch die Gäste waren bester Laune. Trainer Lucien Favre dankte via Stadionmikrofon höflich für „eine tolle Atmosphäre“.
Bundesligist gegen Kreisligist – standesgemäß mit 10:0 (4:0) entschieden die Profis das Freundschaftsspiel unweit der holländischen Grenze für sich. Streng genommen gehörten sogar nur neun Profis zu der 14 Mann umfassenden Berliner Reisegruppe. Im Kader standen unter anderem A-Jugend-Torwart Patrick Sobtzik (19) und Stürmer Tim Scheffler. Der erst 17-Jährige steuerte nach seiner Einwechslung in der 60. Minute prompt die Hertha-Tore sieben bis neun (72./78./85.) bei.
Mit gleichsam drei Toren betrieb der in Pflichtspielen erfolglose Artur Wichniarek (19./38./51.) Seelenmassage, außerdem trafen der im zentralen Mittelfeld aufgebotene Christoph Janker (32.), Rasmus Bengtsson in Minute 87 zum Endstand – und Zugang Cesar. Der feine Techniker zirkelte einen Ball aus 20 Metern halbrechter Position ins linke obere Toreck (30.), kurz nach der Pause wiederholte er dieses Kunststück bei einem Freistoß aus fast identischer Position.
Für ihn, den Debütanten im Hertha-Trikot, gab es hernach ein Lob von Favre: „Er hat noch Rückstand, aber man sieht seine Qualität.“ Der zweite Neue, Florian Kringe, trieb 60 Minuten lang emsig das Spiel an; schon am Sonntag soll er mit der U 23 gegen VfB Lübeck (14 Uhr, Amateurstadion) weitere Spielpraxis sammeln. Das gilt auch für Bengtsson, der 90 Minuten durchspielte, und, so Favre, „besonders in der zweiten Halbzeit die Präsenz zeigte, die ich sehen wollte“.
BMO



