Spät an diesem für ihn freien Abend in Südafrika erhielt Arne Friedrich noch eine Mitteilung aus der Heimat: Michael Preetz, Manager von Hertha BSC, hat am Montag gegen 21 Uhr formal die Option wahrgenommen, die Gültigkeit des Vertrages mit dem Abwehrspieler nach dem Abstieg aus der Bundesliga auch über den Stichtag 30. Juni hinaus aufrechtzuerhalten. Eine Überraschung war das für Friedrich nicht mehr. Sie wären bei Hertha „ja bescheuert, es nicht zu tun“, sagte der 31-Jährige dieser Tage, in denen er so gut spielt wie selten zuvor in seiner Karriere. Mit jedem weiteren herausragenden Auftritt schraubt er seinen Marktwert weiter nach oben – und Hertha erlangt größere Gewissheit, mit einem Verkauf des langjährigen Kapitäns eine Ablösesumme erzielen zu können.
Natürlich wird es nicht dazu kommen, dass Friedrich bis zu seinem Vertragsende 2012 Herthaner bleibt. Der Optionsgebrauch dient einzig dazu, auch vom 1. Juli an noch an einem Vereinswechsel des auf einmal Begehrten zu verdienen. Geld wird fließen; es geht nur darum, wie viel davon an wen. Jedoch liegt Hertha weiterhin kein Angebot vor, das der Klub anzunehmen gewillt wäre. Womit nicht gesagt ist, dass gar kein Angebot vorliegt. Ein solches gibt es dem Vernehmen nach vom VfL Wolfsburg, dessen Manager Dieter Hoeneß sich am Montag zu Verhandlungen mit Hertha-Geschäftsführer Ingo Schiller traf. Das erste Angebot des Bundesligisten in Höhe von angeblich 1,1 Millionen Euro soll der Absteiger laut "BIld" abgelehnt haben.
Ein Wechsel von Friedrich zum Deutschen Meister von 2009 ist nach diesem Austausch von Argumenten jedenfalls nicht wahrscheinlicher geworden.
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