Er ist 37 Jahre jung, hatte noch nie etwas mit der Zweiten Liga zu tun, doch eine ganze Stadt setzt ihre Hoffnung auf den Neuen bei Hertha BSC. Trainer Markus Babbel hat am Montag die Saisonvorbereitung beim Hauptstadt-Klub aufgenommen. Über die oft gestellte Frage, wie er mit dem Druck in Berlin umgehe, schmunzelt Babbel nur. Er hat von 1991 bis 2000 beim FC Bayern gespielt, von 2000 bis 2004 beim FC Liverpool, er war Europameister 1996 – wer will ihm etwas über Druck erzählen? Trotz seiner jungen Jahre hat er Distanz zum permanent aufgeregten Fußballgeschäft. Seine Karriere war unterbrochen: Das Guillain-Barré-Syndrom, eine Nervenkrankheit, zwang Babbel zeitweilig in den Rollstuhl. Er hat sich zurückgekämpft – und macht sein Wohlergehen nicht mehr davon abhängig, ob das letzte Spiel gewonnen oder verloren wurde. Ehrgeizig und anspruchsvoll ist Babbel geblieben. Auf seiner ersten Trainerstation, bekam er die Extreme der Branche zu spüren. In seinem ersten Halbjahr führte Babbel den VfB Stuttgart von Platz elf in die Champions League. In zweiten wollte die Talfahrt nicht mehr enden, als Vorletzter wurde Babbel im vergangenen Herbst entlassen. Mit Hertha will er durchstarten. Es zählt nur die Rückkehr in die Bundesliga.
Kopf des Tages
Markus Babbel - Herthas Hoffnungsträger
Trainer Markus Babbel hat bei Hertha mit dem Projekt Wiederaufstieg begonnen. Und beim Auftakt-Training für die Zweitliga-Saison herrschte Aufbruchstimmung.

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