Morgenpost Online: Herr Gekas, Hertha galt schon als abgestiegen. Wie kam es zu dem überraschenden Sieg beim Deutschen Meister?

Theofanis Gekas: Die Mannschaft hat die beste Partie der Saison geboten, richtig guten Fußball gespielt. Das ist uns davor auch schon gelungen, aber da haben wir die Tore nicht gemacht. Das ist uns jetzt endlich gelungen. Auch, weil wir Stürmer mehr Bälle bekommen haben.

Morgenpost Online: Aber der Mannschaftsgeist hat gelitten. Torwart Jaroslav Drobny hat Sie und Ihre Stürmerkollegen scharf kritisiert.

Gekas: Darüber haben wir in der Kabine nicht gesprochen. Wir sind eine Mannschaft.

Morgenpost Online: Ihr Sturmpartner Adrian Ramos spricht ausschließlich Spanisch. Wie kommunizieren Sie beide?

Gekas: Der Fußball hat viele Sprachen. Wir helfen uns mit Händen und Füßen. Das klappt ganz gut.

Morgenpost Online: Glauben Sie an das Wunder Klassenverbleib?

Gekas: Ja. Wir haben am Samstag ein schweres Spiel gegen Dortmund. Wenn wir das gewinnen, sind wir wieder an den anderen Mannschaften dran.

Morgenpost Online: Lastet seit dem 1:2 gegen den 1. FC Nürnberg weniger Druck auf der Mannschaft, weil kaum einer mehr mit dem Klassenerhalt von Hertha rechnet?

Gekas: Wir stehen in jedem Spiel unter Druck. Denn wir sind Tabellenletzter. Wir können alle besser spielen.

Morgenpost Online: Ihre Leistung gegen Wolfsburg wird allerdings schwierig zu steigern sein. Sie erzielten drei Tore.

Gekas: Das ist mir seit vielen Jahren nicht gelungen. In der Nationalmannschaft habe ich aber sogar einmal vier in einem Spiel geschossen. Auch ich kann noch besser spielen und werde weitere Tore schießen.

Morgenpost Online: Leverkusen hat Sie nach Berlin ausgeliehen. Würden Sie auch in der Zweiten Liga für Hertha spielen?

Gekas: Ich will in der Bundesliga und in Berlin bleiben. An alles andere denke ich nicht.

Morgenpost Online: Sie hoffen auf einen Platz in der griechischen Nationalmannschaft für die WM. Was sagt denn Trainer Otto Rehhagel zu Ihren Toren?

Gekas: Die WM ist für mich noch weit weg.