vs. Bayer Leverkusen

Voronin schießt Hertha BSC zum Sieg

Hertha funktioniert unter Trainer Favre wie ein Schweizer Uhrwerk: Nach neun Heimsiegen hintereinander traf das Team auf Bayer Leverkusen. Die letzten Gastspiele im Olympiastadion entschied die Werkself jedoch für sich. Heute sollte es anders sein.

Hertha BSC empfängt Bayer Leverkusen, der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga hat einen Mitbewerber im Titelrennen zu Gast. Das Olympiastadion ist mit rund 60.000 Zuschauern überdurchschnittlich gut besucht – mittlerweile honorieren die Berliner und Brandenburger den Höhenflug der Mannschaft von Trainer Lucien Favre.

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Damit dürfen sich am 24. Spieltag die Fans auf zwei der interessantesten Teams im Lande freuen. Mit neun Heimsiegen in Folge hat Hertha die WM-Finalarena von 2006 zum Bollwerk gemacht. Mit Leverkusen spielt die beste Auswärtsmannschaft der Liga (20 Punkte) in Berlin vor.

Während die Hausherren jeden Sieg brauchen, um den Traum vom ersten Meistertitel seit 1931 am Leben zu erhalten, benötigen auch die Gäste ein Erfolgserlebnis, um den Anschluss an die internationalen Plätze zu halten.

"Das Spiel gegen Leverkusen kann richtungsweisend für den Rest der Saison sein. Deswegen brauchen wir die Unterstützung aller Berliner und Brandenburger“, fordert Hertha-Kapitän Arne Friedrich.

"Leverkusen ist eine Super-Mannschaft“, lobt Hertha-Trainer Favre. Ihm gefällt, wie schnell die Gäste den Ball nach der Eroberung in die Spitze spielen. Nicht zufällig stellt Bayer um seine Topstürmer Patrick Helmes und Christoph Kießling mit bereits 45 Treffern eine der besten Torfabriken der Liga.

Das Duell der Himmelsstürmer hat viele Facetten. Andrey Voronin, mit sieben Toren bester Schütze der Rückrunde, oder Helmes, der sich bereits auf Rang zwei der Torjägerliste vorgearbeitet hat – wer hat heute den besseren Stürmer auf dem Platz? Jaroslav Drobny, der gerade in der tschechischen Nationalelf debütierte oder Deutschlands Nationaltorwart Rene Adler – wer hat heute die bessere Nummer eins? Mit Favre und Bruno Labbadia treffen zwei Trainer aufeinander, die frischen Wind in die Liga bringen – wer tüftelte heute die Sieg-Taktik aus?

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Nur eines ist sicher: So einseitig wie in der Hinrunde wird es diesmal nicht. Im Oktober 2008 hatte Leverkusen Hertha praktisch an die Wand gespielt, 23:2 Torschüsse notierten die Statistiker. Nur das Resultat passte Bayer nicht, Hertha gewann 1:0. Voronin droht: „Wir sind heute viel besser als damals.“ Trainer Favre will von seinen Schützlingen Taten sehen: „Kann schon sein, aber wir müssen das kontinuierlich beweisen.“