30. August 2005: Am vorletzten Tag der Transferfrist leiht Hertha BSC Stürmer Marko Pantelic für ein Jahr von Roter Stern Belgrad aus. Leihgebühr: 250.000 Euro.

14. März 2006: Nach neun Spielen ohne Tor trifft Pantelic zwei Mal gegen den 1.FC Köln. Hertha verliert trotzdem 2:4, Pantelic lässt sich feiern – und muss sich erstmals des Vorwurfs erwehren, es mangele ihm an Teamfähigkeit: „Ich bin kein Egoist.“

14. April 2006: Hertha zieht für 1,5 Millionen Euro die Kaufoption für Pantelic. Der Vertrag verlängert sich bis 2009.

Winterpause 2006/07: Nach zehn Hinrunden-Toren fordert Pantelic von Dieter Hoeneß eine Gehaltsaufbesserung – und droht mit sofortiger Kündigung. Nichts von beidem tritt ein.

April 2007: Hoeneß bezeichnet Pantelic öffentlich als „fehlgeleitet“. Der Serbe sei überheblich, er kümmere sich um zu viele nicht Hertha betreffende Dinge.

Mai 2007: Bei der Mitgliederversammlung legt Hoeneß nach. Er spricht von unangemessenen Geldforderungen seitens Pantelic und bescheinigt dem Stürmer eine schlechte Rückrunde. Die Mitglieder applaudieren.

November 2007: Der „Guardian“ kolportiert angebliches Interesse des FC Chelsea an Pantelic.

März 2008: Pantelic lässt Hertha über seinen Rechtsbeistand sein Angebot für eine Vertragsverlängerung zukommen: Er fordert einen Vier- oder Fünfjahresvertrag oder alternativ einen Zehnjahresvertrag, davon fünf Jahre als Sportdirektor.

Ostern 2008: Gegen den Willen der Ärzte und von Trainer Lucien Favre genehmigt Hoeneß Pantelic einen Kurztrip nach Serbien. Statt wie vorgesehen seine verletzte Wade behandeln zu lassen, kehrt Pantelic verspätet und mit mehr als vier Kilo Übergewicht nach Berlin zurück.

April 2008: Nach einem Heimspiel kommt es in den Katakomben des Olympiastadions zu einem heftigen Disput zwischen Pantelic und Hoeneß. Der Serbe vergreift sich deutlich in der Wortwahl.

13. September 2008: Im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg tritt Pantelic trotz ausdrücklichen Verbots durch Favre zum Elfmeter an – und verschießt prompt seinen vierten Strafstoß in der Bundesliga in Folge.

Oktober 2008: Weil Pantelic unentschuldigt das Training schwänzt, suspendiert Favre ihn für das folgende Heimspiel gegen Stuttgart. Der Suspendierung voraus gingen respektlose Aussagen Pantelics im Trainerzimmer.