Die 52. Bundesligasaison beginnt für Hertha BSC mit einem Rückschlag. Alexander Baumjohann wird am ersten Spieltag gegen Werder Bremen am Sonnabend fehlen (15.30 Uhr, Olympiastadion). Der 27-Jährige hatte sich im Training das gerade erst von einem Kreuzbandriss genesene Knie verdreht. Eine erste Diagnose ergab eine leichte Zerrung des Kreuzbandes. Eine genauere Untersuchung wird in den kommenden Tagen vorgenommen. Fest steht aber, dass Trainer Jos Luhukay zumindest gegen Bremen – vielleicht auch noch einige Zeit länger – auf seinen Spielgestalter verzichten muss. „Alex hatte sich für diese Saison viel vorgenommen. Nun müssen wir abwarten, wie es bei ihm weitergeht“, sagte der Niederländer.

Gegen die Norddeutschen setzt Luhukay nun auf den Brasilianer Ronny auf der Spielmacherposition, der am vergangenen Sonnabend in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Viertligisten Viktoria Köln (4:2) mit einem Tor und einer Torvorlage überzeugen konnte. „Bei Ronny haben wir gesehen, dass er in einer guten Verfassung ist“, sagte Luhukay.

Neben Ronny werden mindestens vier Zugänge in der Startelf erwartet: Der Japaner Genki Haraguchi hat Luhukay in der Vorbereitung beeindruckt und dürfte im linken Mittelfeld auflaufen. Rechtsaußen wird der Niederländer Roy Beerens erwartet – im Abwehrzentrum dessen Landsmann John Heitinga. Vorn wird Julian Schieber stürmen. Herthas teuerster Einkauf, Valentin Stocker (3,12 Millionen Euro aus Basel), könnte sich dagegen nur auf der Tribüne wiederfinden. Der Schweizer hat nach seiner WM-Teilnahme Trainingsrückstand und wirkt noch nicht recht angekommen in Berlin. „Bei ihm muss man Geduld haben“, so Luhukay. „Das Spiel gegen Bremen ist eine erste Momentaufnahme, mehr nicht.“

Lustenberger ist noch keine Option

Geduld erbat sich Herthas Trainer auch im Falle von Fabian Lustenberger. Der Kapitän, der zuletzt sieben Monate wegen einer komplizierten Muskelverletzung gefehlt hatte, sei noch keine Option. „Wenn Fabian wieder hundertprozentig fit ist, wird er in den Kader und in die Startelf zurückkehren“, so Luhukay.

Im ersten Heimspiel der Saison gegen Werder erwarte der 51-Jährige von seinem Team, „dass jeder einzelne an seine Grenzen geht und annähernd an seine Topleistung herankommt“. Ein Sieg zum Start wie beim fulminanten 6:1 gegen Frankfurt vor einem Jahr könne das nötige Selbstvertrauen für die neue Spielzeit geben.

Luhukay hofft zudem, dass er bis zum Ende der aktuellen Transferperiode (2. September) mindestens einen neuen Spieler bekommt. Ein Stürmer wird gesucht. Zudem haben die Berliner den Kampf um Mittelfeldspieler Per Skjelbred noch nicht aufgegeben, der im vergangenen Jahr vom HSV ausgeliehen war. Ein Angebot liegt den Hamburgern vor. „Per ist immer ein Thema für uns. Aber nur der HSV entscheidet, was mit ihm passiert“, sagte Manager Michael Preetz.

mey