DFB-Pokal

Hertha BSC trifft im Pokal auf „Pele“ Wollitz

Die Berliner müssen in der ersten Pokal-Runde beim Viertligisten Viktoria Köln mit Ex-Herthaner Claus-Dieter Wollitz auf der Trainerbank antreten. Union trifft auf den Zweitliga-Aufsteiger Heidenheim.

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Abdou-Rahman Njie blieb äußerlich unbewegt, als er die Auslosung der ersten Runde im DFB-Pokal und das Los Eintracht Frankfurt kommentierte. „Ist ok, wir nehmen es“, sagte der Trainer des SV Tasmania: „Ein Superlos, Erstligist, das wird eine Superkulisse.“ Die Sache hat nur noch einen kleinen Haken. Der Berlin-Ligist ist noch gar nicht für den nationalen Cup-Wettbewerb qualifiziert.

Die Neuköllner spielen erst am Mittwoch (19 Uhr, Jahn-Sportpark) das Berliner Pokalfinale gegen den zwei Klassen höheren FC Viktoria 89. Der Sieger darf sich dann auf den Bundesligisten aus Frankfurt freuen.

Gemischte Gefühle gab es dagegen bei den beiden Profiklubs der Hauptstadt. Bundesligist Hertha BSC muss in der ersten Runde (15. bis 18. August) zum Viertligisten Viktoria Köln reisen, Zweitligist 1. FC Union bekommt es mit Drittliga-Meister und Zweitliga-Neuling 1. FC Heidenheim zu tun. Das ergab die Auslosung auf dem Badeschiff in Kreuzberg, durchgeführt von Ex-Europameister Horst Hrubesch und der brasilianischen Sängerin und Moderatorin Fernanda Brandao.

Gemeinsame Vergangenheit mit Jos Luhukay

„Egal, wer der Gegner ist, wir wollen natürlich eine Runde weiter kommen. Viktoria Köln kennen wir ja bereits, haben dort in der Vorbereitung im letzten Jahr mit 2:0 gewonnen. Adrian Ramos und Sandro Wagner haben getroffen. Aber das war damals ein Test, jetzt wird es Ernst. Insgesamt ist Köln eine spannende Aufgabe“, sagte Hertha-Trainer Jos Luhukay.

Manager Michael Preetz warnte sogleich: „Die Pokalgeschichte von Hertha BSC war zuletzt nicht die Beste, insofern sollte man bloß keine großen Sprüche klopfen. Viktoria Köln ist ein traditionsreicher Klub. Die haben ein begeisterungsfähiges Publikum und ein gutes Team. Wir werden uns sehr gewissenhaft vorbereiten.“

Für Hertha gibt es dabei ein Wiedersehen mit Claus-Dieter „Pele“ Wollitz, seit 2013 Viktoria-Trainer. Wollitz spielte in der Saison 1993/94 für die Herthaner und erzielte in 35 Zweitliga-Spielen sechs Tore. Zudem machte Wollitz einst gemeinsam mit Luhukay seinen Trainerschein. „Ich freue mich auf das Wiedersehen, auch wenn Hertha ein sehr schweres Los ist“, sagte Wollitz. „Ich freue mich auf das Wiedersehen, auch wenn Hertha natürlich ein sehr schweres Los ist“, sagte Wollitz.

Schweres Los für Union

Von einem leichten Gegner wollte auch bei Union niemand sprechen. „Ich freue mich auf das Spiel, obwohl es sich um ein schweres Los handelt“, sagte Union-Trainer Norbert Düwel: „Heidenheim wird uns mit der Euphorie des Aufstieges empfangen. Dazu kommt das Heimreicht für unseren Gegner, was die Aufgabe umso anspruchsvoller macht. Ich bin überzeugt, dass es in diesem Spiel auf Augenhöhe keinen Favoriten gibt.“

Nico Schäfer, Unions kaufmännisch-organisatorischer Leiter, sprach von einem „sehr interessanten Los gegen einen ehrgeizigen Gegner. Diese Begegnung wird zu einem frühen Zeitpunkt in der Saison zu einem Prüfstein für die Mannschaft.“

Jubel gab es bei Preußen Münster. Der Drittligist empfängt Double-Sieger FC Bayern. „Ich weiß nicht, ob es so ein Spiel im Preußenstadion schon mal gegeben hat“, sagte Münsters Coach Ralf Loose. Borussia Dortmund muss zum Drittligisten Stuttgarter Kickers. Brandenburgs Pokalsieger Optik Rathenow empfängt Zweitligist FC St. Pauli, Zweitliga-Absteiger Energie Cottbus den Hamburger SV. Zudem kommt es zum Ostderby zwischen Carl Zeiss Jena und Erzgebirge Aue.