Regionalliga

Herthas Neuendorf beendet Karriere mit dem Klassenerhalt

Beim Abstiegsendspiel gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig kam Hertha-Legende Andreas „Zecke“ Neuendorf zum letzten Einsatz seiner Fußball-Karriere. Ein Happy End für den Publikumsliebling.

Foto: City-Press / picture-alliance

In der Dramatik der Schlussphase des Abstiegsendspiels zwischen Herthas U23 und dem 1. FC Lokomotive aus Leipzig ging etwas unter, dass der Berliner Trainer Ante Covic in der 93. Minute einer spielenden Hertha-Legende den letzten Auftritt einer langen Karriere schenkte. Mit einer Umarmung schickte er Andreas Neuendorf auf den Platz. Als der kam, stand es 1:1 und durch den zeitgleichen Sieg von Meuselwitz über Babelsberg (1:0) war klar, dass Herthas Nachwuchsteam sicher die Klasse in der Regionalliga halten würde.

Für den 39-jährigen Neuendorf, den alle nur „Zecke“ rufen, ging mit diesem Spiel seine zwanzigjährige Karriere als Fußballer zu Ende. In acht Jahren für die Hertha-Profis stand er 195 Mal auf dem Platz und schoss 18 Tore. Besonders in Erinnerung bleibt sein Treffer beim 2:1 über den damaligen Weltpokalsieger Bayern 2001 im ausverkauften Olympiastadion. Nach seiner Profikarriere spielte er als Leitwolf in der U23 der Blau-Weißen weiter und sollte mit seiner Erfahrung, die jungen Spieler führen.

Glückliches Ende einer turbulenten Saison

Für das finale Spiel um den Klassenerhalt verzichtete Trainer Covic, selbst ein Jahr jünger als Neuendorf, aber auf die Erfahrung. Dafür halfen unter den Augen von Manager Michael Preetz und 3987 Zuschauern, davon 2.000 Gästefans, die Profis Sascha Burchert und Fabian Holland mit. Nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit ohne große Chancen, zog der Hertha-Nachwuchs in der zweiten Hälfte das Tempo an und kam durch einen sehenswerten Drehschuss von Kevin Stephan zum 1:0 (55.). Durch den Ausgleich von Patrick Grandner (75.) wurde es noch einmal spannend.

Für Herthas U23 geht damit eine turbulente Saison zu Ende. Zur Winterpause stand das Team mit nur sechs Punkten auf dem vorletzten Rang. Trainer Jörg Schwanke wurde durch Covic ersetzt und mit Jérôme Kiesewetter, Omid Saberdest, Steve Müller und Thiago Rockenbach die Mannschaft so verstärkt, dass sie mit 28 Punkten in der Rückrunde die Klasse halten konnte.