WM-Aufgebot

Herthas Hosogai nicht für WM-Kader von Japan berufen

Herbe Enttäuschung für Hajime Hosogai: Er galt als sicherer Kandidat für Japans Nationalmannschaft bei der WM. Doch nun steht das Aufgebot von Nationaltrainer Zaccheroni - und zwar ohne Hosogai.

Foto: Dennis Grombkowski / Bongarts/Getty Images

Von den vielen Nationalspielern bei Hertha BSC galt Hajime Hosogai als der sicherste Kandidat für die Weltmeisterschaft in Brasilien (12. Juni - 13. Juli). Der Mittelfeldspieler stand seit zwei Jahren bei jedem Länderspiel von Japan im Kader. Um so größer die Enttäuschung, als Japans Nationaltrainer Alberto Zaccheroni sein Aufgebot in Tokio bekannt gab. In dem 23er-Kader finden sich diverse bekannte Namen aus der Bundesliga. Atsuto Uchida (FC Schalke), Hiroki Sakai (Hannover 96), Gotoku Sakai (VfB Stuttgart), Makoto Hasebe und Hiroshi Kiyotaka (beide 1. FC Nürnberg) oder Yuya Osako (1860 München). Allein - es fehlt der von Hosogai.

„Das ist eine Überraschung und echt bitter für Hajime“, sagte Hertha-Manager Michael Preetz. „Hajime hat bei uns eine tolle Saison gespielt. Und er ist seit Jahren so gut wie immer im Aufgebot von Japan gewesen.“

Preetz nennt Entscheidung „extrem schade“

Hosogai, im Sommer 2013 von Bayer Leverkusen zu Hertha gekommen, war in dieser Saison wichtigster Spieler bei Hertha. Er hat 33 Spiele absolviert, so viel wie kein anderer Profi im Verein. Für die japanische Nationalmannschaft hat Hosogai 26 Länderspiele gespielt.

„Das ist extrem schade für den Jungen“, sagte Preetz, „Wir hätten ihm die WM sehr gegönnt und sind auch der Meinung, dass er sich das sportlich verdient hat.“

Japans Nationaltrainer Zacceroni hat sich, anders als die meisten Trainer anderer Nationen, bereits auf seinen endgültigen 23er-Kader für das Turnier in Brasilien festgelegt. Am Montagabend wird Jürgen Klinsmann, der Nationaltrainer der USA, sein vorläufiges 30er-Aufgebot für die WM veröffentlichen. Es wird damit gerechnet, dass dort John Brooks, der Verteidiger von Hertha BSC, dabei ist.