Bundesliga

38 Punkte genügen – Hertha spielt auch 2014/15 erstklassig

Nach der Niederlage von Nürnberg gegen Leverkusen hat Aufsteiger Hertha BSC vier Spieltage vor Saisonende die Bundesliga definitiv gehalten. Manager Preetz gratuliert Trainer Luhukay und dem Team.

Foto: Stefan Puchner / dpa

Hertha-Trainer Jos Luhukay weilte am Ostersonntag in seiner Heimat, in den Niederlanden. Manager Michael Preetz verbrachte den Nachmittag mit der Familie, bis um 17.20 Uhr ein Blick auf das Mobiltelefon Gewissheit brachte. Weil der 1. FC Nürnberg Bayer Leverkusen mit 1:4 unterlag, hat Hertha BSC vorzeitig die Bundesliga gehalten.

Die Berliner liegen nach 31 Runden mit 38 Punkten auf Rang zehn und sind von keiner der letzten drei Mannschaften mehr einzuholen: nicht von Braunschweig (25 Punkte), nicht von Nürnberg (26) und auch nicht vom Hamburger SV (27).

Damit hat der Hertha-Jahrgang 2013/14 eine kleine historische Leistung erbracht. Erstmals seit fünf Jahren gelang dem Hauptstadt-Klub eine erfolgreiche Bundesliga-Saison. Bekanntlich waren die Berliner 2010 und 2012 jeweils abgestiegen, in der Folge-Saison mussten sie sich jeweils in der Zweiten Liga wieder fürs Oberhaus qualifizieren.

Preetz lobt den Charakter der Mannschaft

„Als Aufsteiger ist es keine Selbstverständlichkeit, die Bundesliga zu halten. Erst recht nicht so früh, vier Runden vor dem Ende“, sagte Manager Preetz der Berliner Morgenpost. „Ich bin froh und glücklich.“ Sein Dank ging an seinen wichtigsten Angestellten, an Cheftrainer Luhukay. „Jos macht einen tollen Job. Die Mannschaft hat eine starken Charakter gezeigt.“

Hertha hat als Klassenneuling die Liga mit einer starken Hinrunde (28 Punkte) überrascht. In der Rückserie hingegen kam der Motor der Blau-Weißen erheblich ins Stottern, Hertha stellt mit zehn Punkten das schlechteste Team in 2014.

Darauf angesprochen, sagte Manager Preetz: „Die Mannschaft hat über längere Zeit den Ausfall wichtiger Spieler kompensieren können, aber irgendwann ging es nicht mehr.“

Auch kommende Saison heißt das Saisonziel Klassenerhalt

Es habe sich wieder einmal gezeigt, dass es ein langwieriger Prozess sei, eine Mannschaft zu stabilisieren. Auch wenn im manchmal aufgeregten Umfeld von Hertha hochfliegende Ziele wie der internationale Fußball diskutiert werden, sagte Preetz, dass es auch 2014/15 um den sicheren Klassenerhalt gehe: „Unser Ziel bleibt auch für die kommende Saison, Hertha in der Bundesliga zu etablieren.“

Keine gute Nachrichten gibt es von Fabian Lustenberger. Der Hertha-Kapitän hatte nach neunwöchiger Pause wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel am Sonnabend gegen Augsburg (0:0) sein Comeback geben sollen.

Preetz: Lustenberger wird diese Saison kein Spiel mehr machen

Doch beim Warmmachen war die alte Verletzung erneut aufgebrochen. Der Schweizer Nationalspieler unterzog sich sofort einer Ultraschall-Untersuchung. Manager Preetz sagte: „Es sieht so aus, als sei es erneut ein Muskelfaserriss. Damit wird Fabian in dieser Saison kein Spiel mehr machen können.“