„Der Rasen ist eine Katastrophe“, schimpfte Hertha-Trainer Jos Lukukay über das Geläuf im Olympiastadion nach der deutlichen 0:3-Niederlage am Sonnabend gegen Hannover 96.

Gäste-Trainer Tayfun Korkut bewertete den holprigen Rasen mit vielen Löchern ebenfalls als „inakzeptabel“. Auch Herthas Manager Michael Preetz fand deutliche Worte und bewertete den Zustand des Rasens als „erbärmlich. Das kann man niemandem anbieten“.

Das Thema soll nicht als Entschuldigung für das 0:3 gegen 96 gelten, betonte Luhukay: „Die Niederlage hat damit nichts zu tun, die hat andere Gründe. Aber wir brauchen einen Rasen, auf dem man guten Fußball spielen kann.“ Auf einem solchen Platz sei schnelles Kombinationsspiel nicht möglich, so der Niederländer.

Kosten von bis zu 100.000 Euro drohen

Die Hertha-Verantwortlichen setzten sich am Montag mit der Betreibergesellschaft des Olympiastadions in Verbindung. Es soll erörtert werden, ob der Rasen durch zusätzliche Pflege zu retten ist. Oder ob ein neuer Rasen verlegt werden muss.

Das allerdings ist teuer und kostet geschätzt 100.000 Euro. „Wir können nicht bis zum Pokalfinale im Mai warten“, sagte Manager Preetz dennoch. Dann nämlich werden jährlich 8.000 Quadratmeter Rollrasen für das Endspiel des DFB-Pokals neu verlegt. „Da muss sofort etwas passieren. Wir als Gastgeber haben die Pflicht, einen guten Rasen anzubieten.“