Kann Hertha jetzt einen Wechsel von Adrian Ramos nach Dortmund verhindern?
Es gibt für Hertha keinen Spieler, der unverkäuflich ist. Der Stürmer gehört zu den wenigen Starspielern im Kader, die auf dem Transfermarkt heiß begehrt sind. Hertha möchte aus sportlichen Gründen unbedingt den bis 2015 laufenden Kontrakt mit dem kolumbianischen Stürmer verlängern. Natürlich ist der Spielraum für Hertha bei Gehaltsverhandlungen mit Ramos jetzt größer. Sollten die Gespräche allerdings nicht erfolgreich sein, gäbe es nach dieser Saison die letzte Möglichkeit, für ihn großes Geld zu kassieren. Gut acht bis zehn Millionen Transfererlös sind möglich. Im nächsten Jahr würden die Berliner keinen Cent mehr sehen, weil er ablösefrei wäre.
Benötigt Hertha die Zustimmung der Mitglieder?
Nein. Die Satzung regelt, dass die Mitgliederversammlung des Vereins darüber abstimmen muss, wenn Anteile der Hertha BSC Verwaltung GmbH verkauft werden würden. KKR hat sich aber 9,7 Prozent der Hertha BSC GmbH und Co. KGaA gesichert. Dazu waren Zustimmung von Präsidium und Aufsichtsrat des Vereins und der Gremien der Hertha BSC GmbH und Co. KGaA notwendig. Der Vertrag ist unterschrieben und rechtskräftig.
Greift Hertha die Champions-League-Plätze an?
Nein. 61,2 Millionen Euro sind für die Berliner viel Geld, doch für die Champions League Plätze reicht das nicht. Klubeigner wie Chelseas Roman Abramowitsch investieren für die hohen Ziele über eine Milliarde Euro. Aber Hertha hat damit die Möglichkeit, sich wieder frei zu entwickeln und ohne Schuldenlast zu wachsen. Bei gutem Management und entsprechenden sportlichen Erfolgen ist die Teilnahme an der Champions League aber nicht ausgeschlossen.
Hat KKR jetzt das Sagen bei Hertha?
Das verbietet die 50+1 Regel der Deutschen Fußball-Liga, die als Verband für die Bundesliga und Zweite Liga verantwortlich ist. Diese Richtlinie legt fest, dass Investoren zwar die finanzielle Mehrheit an Kapitalgesellschaften der Klubs haben dürfen, aber nicht die Mehrheit an Stimmrechten. KKR erhält einen Platz im Aufsichtsrat der Hertha BSC GmbH und Co. KGaA. Die Beteiligungsgesellschaft hat auch kein Interesse am sportlichen Bereich, will sich nur in den Finanzstrukturen des Klubs einbringen. Fakt ist, dass KKR mitreden, aber nicht alleine bestimmen kann.
Werden jetzt die Eintrittskarten bei Hertha teurer?
Laut Finanz-Chef Ingo Schiller soll nicht an den Ticketpreisen gedreht werden. Damit widerspricht er Befürchtungen, dass die Eintrittspreise durch den Einstieg des Investors unerschwinglich hoch werden könnten wie in England.





