Hertha BSC

Änis Ben-Hatira würde auch „auf einem Bein“ spielen

Änis Ben-Hatira hat sein drittes Saisontor geschossen. Im Spiel gegen Hoffenheim gelang ihm der Führungstreffer für Hertha. Nun spricht er über Schiedsrichter, Tore und die Fußball-WM.

Foto: Oliver Mehlis / picture alliance / ZB

Änis Ben-Hatira, 25, stellte sich nach seinem dritten Saisontor, dem Führungstreffer von Hertha in Hoffenheim, den Fragen der Journalisten. Der in Berlin geborene und für Tunesien spielende Offensivspieler sagte über . . .

... die Sieger-Mentalität: „Das ist der Glaube an unsere Stärke. Das war schon in der Zweitliga-Saison so, dass wir nie aufgegeben haben. Das zeichnet diese Mannschaft aus. Ich habe in verschiedenen guten Teams gespielt, aber so ausgeprägt wie in dieser Mannschaft erlebe ich es zum ersten Mal.“

... den ersten Auswärtssieg: „Wir wollten die drei Punkte unbedingt. Dass es in Hoffenheim auch ein gutes Spiel war, ist um so besser fürs Selbstvertrauen.“

... seine Sprunggelenk-Probleme: „Da habe ich mich schon dran gewöhnt. In Hoffenheim habe ich wieder mal den Schiedsrichter nicht verstanden. Ich werde nicht so geschützt wie Kevin Boateng oder Julian Draxler. Die liegen am Boden, und es wird sofort abgepfiffen. Ich bekomme ständig auf die Hacken oder den rechten Fuß. Der Schiedsrichter war immer nah’ dran . . . aber was soll’s.“

... seine Gelbe Karte: „Die Karte fand ich überflüssig, weil ich den Ball nicht übers Stadiondach geschossen, sondern so gegen die Bande gespielt habe, dass er zurückgekommen ist.“

... die zwei Elfmeter: „Den von Adrian habe ich nicht gesehen, weil ich in den 16er gesprintet bin. Als ich geguckt habe, lag er am Boden. Für uns war das eine spielentscheidende Situation, wo das Glück auf unserer Seite war. Der Elfmeter für Hoffenheim war keiner. Wenn man will, waren es beide keine Elfer.“

... einen Wechsel zur Pause: „Wer mich kennt, weiß, dass ich auch auf einem Bein spielen würde. Aber der Trainer denkt voraus. Er weiß, dass ich wieder unterwegs bin. Deshalb hat er mich in der zweiten Halbzeit ausgewechselt.“

... seine Torgefahr: „Der Trainer muss mich nicht antreiben. Ich will immer ein Tor schießen oder vorbereiten. Ich habe meine Ziele. Mein bisheriger Bestwert sind vier Saisontore. Diese Marke will ich unbedingt übertreffen.“

... das WM-Play-off: „Die WM ist ein großes Ziel. Dafür müssen wir am Sonntag in Kamerun bestehen. Auswärtsspiele in Afrika sind immer besonders. Die Leute, die Atmosphäre, der Gegner, die Stadien – das ist speziell. Ich bin am Montag zur Behandlung am Chiemsee, wo ich wegen meiner Probleme am Schambein behandelt werde. Dann geht es von München nach Tunis, von dort nach Jaunde.“