Der Frühling ist eine Zeit für Veränderungen, da macht der Halbmarathon keine Ausnahme. Am Freitag verkündete Organisator Jürgen Lock von SCC Events, dass die Veranstaltung ab 2019 umziehen wird: Dann sind Start und Ziel auf der Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule. An diesem Sonntag fällt der Startschuss aber noch einmal auf der Karl-Marx-Allee. Die Berliner Morgenpost beantwortet die wichtigsten Fragen.
Wann und wo startet das Rennen?
Der geplante Beginn ist um 10.05 Uhr für die Läufer. Den Auftakt geben aber die Inlineskater (9.30 Uhr) und Sportler mit Rollis und Handbikes (9.55 Uhr). Start- und Zielbereich die Karl-Marx-Allee zwischen Gruner- und Schillingstraße.
Wie komme ich am besten zum Lauf?
Am besten reisen Sie über den Bahnhof Alexanderplatz an (erreichbar mit U-, S-, und Regionalbahn), da es vor Ort keine Parkplätze gibt. Von da aus braucht man circa 10 Minuten zu Fuß.
Wie verläuft die Strecke?
Die 21,0957 km lange Strecke verläuft entlang vieler, bedeutsamer Berliner Wahrzeichen von Mitte bis Charlottenburg-Wilmersdorf. Am Schloss Charlottenburg wird dann abgebogen um über die Gedächtniskirche und den Potsdamer Platz wieder nach Osten zu wandern. Ziel ist wieder die Karl-Marx-Allee.
Ist mit Sperrungen zu rechnen?
Die Karl-Marx-Allee wird schon am Sonnabend um 12 Uhr gesperrt. Darauf folgt am Sonntag von 6.30 Uhr bis 14.30 Uhr der Rest der Strecke. Nachdem alle Läufer einen Abschnitt passiert haben wird dieser dann wieder freigegeben.
Gibt es Ausfälle bei Bus und Tram?
Wer mit Bus und Tram unterwegs ist sollte damit rechnen, dass Linien im Halbmarathongebiet nicht befahren werden. Hier sollte man auf U-Bahn, S-Bahn oder Regionalbahn umsteigen.
Was ist der Bambinilauf?
Um auch den Kleinen die Teilnahme zu ermöglichen, gibt es den Bambinilauf bei dem Kinder unter 11 Jahren eine verkleinerte Version des Halbmarathons absolvieren können. In insgesamt sieben Rennen treten die Kinder in vier Altersklassen gegeneinander an – am Sonnabend um 11 Uhr auf dem Tempelhofer Feld.
Wer sind in diesem Jahr die Favoriten beim Halbmarathon?
Zu den Sieganwärtern zählt ganz sicher Richard Mengich. Der Kenianer hat gute Erfahrungen in Berlin: Schon 2016 gewann er beim Halbmarathon, nachdem er zuvor ein Jahr verletzt war. Seine Bestzeit steht bei 59:35 Minuten. Der schnellste Läufer im Feld ist Vorjahressieger Gilbert Masai (Kenia). Er lief vor zwei Jahren in Kopenhagen eine Zeit von 59:31 Minuten. Renndirektor Mark Milde hat außerdem Erick Kiptanui (Kenia) auf der Rechnung. Der Streckenrekord steht seit 2007 bei 58:56 Minuten und wird gehalten von Patrick Makau (Kenia).
Wie sind die Chancen der deutschen Läufer?
So gut wie lang nicht mehr. Der Frankfurter Homiyu Tesfaye verspricht den Kenianern einen heißen Tanz. „Es wird nicht leicht für sie“, so der gebürtige Äthiopier, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt. „Mein Ziel ist mindestens eine Zeit von 1:00:34 Stunden“, sagte er – das wäre neuer deutscher Rekord.
Wer sind die schnellsten Frauen im Feld?
Die für Grün-Weiß Kassel startende Äthiopierin Kejeta Melat hat erst vor zwei Wochen beim Halbmarathon in Venlo (Niederlande) einen spektakulären Auftritt hingelegt, als sie mit einer Zeit von 1:08:41 Stunden in die Weltspitze vorstieß. Zu den weiteren Favoritinnen zählen die Kenianerinnen Maryanne Wangari und Eunice Kioko mit Bestzeiten von 1:10:13 beziehungsweise 1:10:31 Stunden. Aus deutscher Sicht hat die Frankfurterin Katharina Heinig die besten Aussichten. Die Tochter der ehemaligen Weltklasseläuferin Katrin Dörre-Heinig will ihren Rekord von 1:12:55 Minuten klar unterbieten.


