Wolfgang Niersbach

EM-Titel ist für DFB-Präsident Wunsch und kein Befehl

Wolfgang Niersbach hat die große Sehnsucht nach dem ersten Titelgewinn seit 16 Jahren betont. Das sei aber keine Forderung.

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DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat vor der Abreise aus dem Nationalmannschafts-Quartier in Danzig die große Sehnsucht nach dem ersten Titelgewinn seit 16 Jahren betont. „Es ist der Wunsch aller, wieder ganz oben auf dem Podest zu stehen. Es ist keine Forderung, schon gar kein Befehl, nicht mal eine Erwartung, es ist ein Wunsch“, erklärte Niersbach am Mittwoch in Danzig vor dem Flug zum Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft nach Warschau.

Teammanager Oliver Bierhoff berichtete vor dem Duell mit Angstgegner Italien am Donnerstag (20.45 Uhr/ARD) in Warschau von einer „sehr hohen Konzentration und einer großen Entschlossenheit“ in der deutschen Mannschaft: „Es ist eine gute Anspannung da.“ Man habe „großen Respekt vor Italien“.

Über mögliche personelle Umstellungen verriet Bierhoff nichts, sondern verwies auf die „vielen Varianten“ des Bundestrainers gerade in der Offensive. Explizit strich er die starke Leistung von Marco Reus bei dessen Turnier-Debüt gegen Griechenland heraus. „Marco Reus musste lange warten, bis er zum Einsatz kam, und dann ändert sich innerhalb von 90 Minuten die ganze Stimmung und das ganze Gefühl.“

Nachdem vor dem Viertelfinale gegen Griechenland die drei Umstellungen in der deutschen Offensive vorzeitig aus dem DFB-Lager an die Öffentlichkeit durchgesickert waren, könnte Löw die Bekanntgabe der Startelf auch gegenüber der Mannschaft länger hinauszögern. „Vielleicht gibt es die Aufstellung auch erst kurz vor dem Spiel“, sagte Bierhoff. Das Leck im innersten Zirkel sei „kein gutes Zeichen“, betonte der Manager und äußerte die Hoffnung. „Vielleicht bleibt der Maulwurf mal unter dem Boden.“