Bayern München

Guardiola schwärmt vorm Ligagipfel von Kollege Tuchel

Vor dem Gipfeltreffen zwischen Dortmund und dem FC Bayern München tauschen die Trainer nette Worte aus. Und ein Altgedienter warnt.

Bayern-Coach Pep Guardiola (l) und Dortmunds Trainer Thomas Tuchel bei der Begegnung im Hinspiel

Bayern-Coach Pep Guardiola (l) und Dortmunds Trainer Thomas Tuchel bei der Begegnung im Hinspiel

Foto: Andreas Gebert / dpa

Dortmund/München – „Gipfeltreffen“, „Showdown“, „Clasico“ – vor dem Duell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern sagen die Schlagzeilen fast alles: Das in dieser Saison bisher wohl brisanteste Spiel elektrisiert die Massen.

Erstmals seit vierjähriger Dominanz der Münchner begegnen sich die beiden Klubs am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky) wieder fast auf Augenhöhe. Zwar führt der Rekordmeister die Tabelle nach dem überraschenden 1:2 gegen Mainz noch mit fünf Punkten Vorsprung an, könnte aber bei einer weiteren Niederlage mächtig ins Wanken geraten.

Einer, der es wissen muss, spricht Klartext: „Wenn man noch einmal verliert, brennt der Baum. Dann schrillen die Alarmglocken“, sagt Ottmar Hitzfeld. Für den ehemaligen Meistertrainer, der beide Klubs zur Meisterschaft und zum Gewinn der Champions League geführt hat, ist Bayern zwar „der Favorit“, doch „im Sinne des deutschen Fußballs wäre es ideal, wenn Dortmund Bayern schlagen würde“.

„Einer der besten Trainer der Welt“

Die jüngste Erfolgsbilanz des Gegners nötigt Bayern-Coach Pep Guardiola Respekt ab: „Das ist eine der besten Mannschaften in Europa und der beste Bundesliga-Konkurrent aller Zeiten. Ich hoffe, wir können ein gutes Spektakel zeigen.“

Zum Leidwesen von Guardiola entpuppt sich der BVB unter der Regie seines geschätzten Kollegen Thomas Tuchel („Ein top, top, top, top Trainer. Einer der besten Trainer der Welt“) als hartnäckiger Verfolger.

Nicht zuletzt deshalb glaubt der Spanier selbst im Erfolgsfall nicht an eine Vorentscheidung: „Mit acht Punkten ist es bei diesem BVB nicht vorbei.“ Ähnlich wie Guardiola wirkt auch Karl-Heinz Rummenigge vor dem Gipfel nicht unbedingt locker. „Ich hoffe, dass wir ungerupft vom Platz gehen. Das wird jetzt ein Spiel, das wir sicherlich nicht verlieren dürfen.“

„Wir werden Momente haben, in denen wir leiden“

In einem psychologischen Vorteil sieht BVB-Coach Tuchel sein Team trotz der jüngsten Bayern-Schlappe jedoch nicht: „Es wäre nicht das erste Mal, dass sie in einer solchen Situation ihre beste Leistung zeigen. Wir werden Momente haben, in denen wir leiden. Aber in diesen Phasen dürfen wir nicht den Glauben verlieren.“

Allerdings habe der am Mittwoch geringer gewordene Abstand zu den Bayern „die Grundstimmung verändert. Diese besondere Energie werden wir im Stadion zu spüren bekommen“, kündigt Tuchel an.

„Wir werden alles dran setzen, den Bayern eine schwere Zeit zu bereiten. Aber das Hinspiel zeigt, dass es besser ist, die Füße auf den Boden zu behalten.“ Damals siegten überragende Bayern mit 5:1.