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Wie ein toter Vogel: BVB-Profis lästern über „Bibomeyang“

Der verletzte Stürmer saß gegen Hannover in schrägem Outfit auf der Tribüne. Die Mode des Exzentrikers lenkt von Tuchels Problemen ab.

Tribünengast Aubameyang (l.) war nicht zu übersehen mit seiner Fellweste

Tribünengast Aubameyang (l.) war nicht zu übersehen mit seiner Fellweste

Foto: imago sportfotodienst / imago/Moritz Müller

Dortmund.  Für die einen hatte Pierre-Emerick Aubameyang große Ähnlichkeit mit Bibo aus der Sesamstraße, andere tauften ihn in den sozialen Medien einfach in Aubabär um.

Der für seinen exzentrischen Stil bekannte Torjäger von Borussia Dortmund sorgte mit seinem Outfit auf der Tribüne jedenfalls für mehr Gesprächsstoff als die Westfalen mit ihrem müden Auftritt beim mühsamen 1:0-Sieg gegen Hannover 96.

Der ausgefallene Mode-Geschmack von „Afrikas Fußballer des Jahres“ gefiel allerdings nicht jedem. „Er sieht eher aus wie ein toter Vogel“, witzelte Mitspieler Neven Subotic. „Wir wissen ja, wie Auba klamottentechnisch drauf ist, daher wundert mich bei ihm nichts mehr“, lästerte Marco Reus.

Thomas Tuchel fand das mit Fell geschmückte auffällige weiße Oberteil schon mehr Zustimmung. „Entweder du hast den Style oder du hast ihn nicht. Auba hat ihn“, sagte der BVB-Coach bei Sky.

Hoffen auf Einsatz gegen Porto

Das Outfit passte jedenfalls zum Typ Aubameyang, der gerne Luxuskarossen fährt, extravagante Frisuren trägt und seine Tore wahlweise mit einem Salto oder einer Batmanmaske bejubelt.

Der BVB hofft dennoch, dass der Stürmer seine Wadenprellung ausheilen kann und am Donnerstag im Zwischenrunden-Hinspiel der Europa League gegen den FC Porto wieder auf dem Platz für Aufsehen sorgt.

„Ich bin mir sicher, dass wir mit den Köpfen dann wieder voll da sind“, meinte Nationalspieler Reus und räumte ein, dass er und seine Teamkollegen gegen Hannover „nicht den Fußball gespielt haben, den wir uns vorstellen“.

Der aber nötig sein wird, um in der Runde der letzten 32 eine mögliche erste große Enttäuschung in der Amtszeit von Trainer Thomas Tuchel auszuräumen.

„Jeder verteidigt mit elf Mann gegen uns“

Obwohl mit dem Sieg gegen Hannover sogar ein Vereinsrekord aufgestellt wurde (28 Zählern in den ersten zehn Heimspielen gab es noch nie), mangelte es der BVB-Offensive wie schon bei der Nullnummer in Berlin eine Woche zuvor an Ideen, Tempo und Präzision.

„Manchmal ist es schwierig, jeder verteidigt mit elf Mann gegen uns“, befand Henrikh Mkhitaryan, nachdem er aus 18 Metern Entfernung mit Dortmunds erstem Tor (57. Minute) in dieser Saison außerhalb des Sechzehners die Begegnung entschieden hatte, „daher war es mental vor dem Porto-Spiel sehr wichtig zu gewinnen. Das wird eine sehr schwierige Partie.“ Wenigstens trägt Aubameyang dann wieder Schwarz-Gelb.