DFB-Pokal

Nach 3:1 gegen Stuttgart: BVB erneut im Pokal-Halbfinale

Der BVB darf dank seines kongenialen Duos Marco Reus und Pierre-Emerick Aubameyang weiter vom Final-Hattrick im DFB-Pokal träumen.

Fußball DFB-Pokal Viertelfinale: Dortmunds Marco Reus (l) und Henrikh Mkhitaryan jubeln am 09.02.2016 in der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart mit dem Torschützen Pierre-Emerick Aubameyang (r) über den Treffer zum 2:1

Fußball DFB-Pokal Viertelfinale: Dortmunds Marco Reus (l) und Henrikh Mkhitaryan jubeln am 09.02.2016 in der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart mit dem Torschützen Pierre-Emerick Aubameyang (r) über den Treffer zum 2:1

Foto: Daniel Maurer / dpa

Borussia Dortmund zog beim emotionalen Wiedersehen mit Kevin Großkreutz durch ein 3:1 (2:1) beim VfB Stuttgart verdient ins Halbfinale ein und könnte zum dritten Mal in Serie das Endspiel in Berlin erreichen.

Für den VfB fand der jüngste Höhenflug unter Trainer Jürgen Kramny nach zuletzt fünf Pflichtspielsiegen dagegen ein Ende.

Für den dreimaligen Pokalsieger Dortmund, der zum 13. Mal im Pokal-Halbfinale steht, erzielte der auffällige Nationalspieler Reus bereits in der fünften Minute die Führung.

Lukas Rupp glich in der 21. Minute für die Schwaben etwas überraschend aus, ehe Torjäger Aubameyang vor 46.500 Zuschauern in der 31. Minute das 2:1 gelang. Für die Entscheidung sorgte Henrik Mchitarjan (90.).

BVB von Anfang an dominant

Der BVB begann beim Duell gegen Großkreutz, der 236 Pflichtspiele für Schwarz-Gelb bestritt und emotional immer noch mit seiner alten Liebe verbunden ist, dominant. Bei heftigem Regen und Wind zogen die Gäste ihr Spiel auf und wurden früh belohnt.

Nach Hereingabe von Aubameyang verpasste zunächst der äußerst präsente Ilkay Gündogan, Reus ließ sich die Chance aus spitzem Winkel aber nicht entgehen. Sein Kumpel Großkreutz, der insgesamt keine großen Akzente setzte, konnte nicht mehr eingreifen.

Auch der Ex-Dortmunder Mitch Langerak im VfB-Tor war machtlos. Der Australier erhielt anstelle von Stammkeeper Przemyslaw Tyton eine Bewährungsprobe und feierte seine Premiere für die Schwaben.

Der BVB blieb überlegen. Dabei mussten die Dortmunder wegen eines Boykotts der eigenen Fans 18 Minuten auf Unterstützung von den Rängen verzichten. Die BVB-Anhänger protestierten gegen die ihrer Ansicht nach überhöhten Ticketpreise in Stuttgart.

Das zuletzt aufstrebende Stuttgarter Team kam dagegen nicht so richtig ins Spiel. Ein Kopfball von Toni Sunjic nach Ecke von Filip Kostic (10.) - mehr hatten die Schwaben in der Anfangsphase nicht zu bieten.

Stuttgart unter Druck

So fiel auch der Ausgleich fast aus dem Nichts. Der BVB brachte den Ball bei einem der bis dahin seltenen VfB-Angriffe nicht aus der Gefahrenzone, Rupp zog von der Strafraumgrenze ab und hatte Glück, dass Mchitarjan den Ball entscheidend abfälschte.

Der BVB zeigte sich aber keineswegs geschockt. Nachdem Reus nach Zuspiel von Mchitarjan (29.) noch knapp verfehlt hatte, traf Aubameyang mit einem satten Linksschuss aus 16 Metern. Der Gabuner, der mit 20 Treffern die Bundesliga-Torschützenliste anführt, wurde von Reus hervorragend bedient.

Auch nach dem Wechsel wirkten die Aktionen der Gäste, denen sich nun einige Lücken boten, zielstrebiger. Mats Hummels (51.), Aubameyang (56.), der an Langerak scheiterte, und Reus (67.) hatten gute Chancen, das Ergebnis auszubauen.

Stuttgart war bemüht, den Druck zu erhöhen, aber im Abschluss meist zu unpräzise und harmlos. Die beste Möglichkeit bot sich Kostic (77.), dessen Schuss um Zentimeter am BVB-Tor vorbeistrich.

>>> Hier geht es zum Liveticker: VfB Stuttgart vs. Borussia Dortmund

Spiel Bremen gegen Leverkusen: Freude bei den Werder Fans

Auch die Werder-Fans haben nach dem Bundesliga-Frust wieder Grund zum Jubeln. Der abstiegsbedrohte Bundesliga-16. setzt sich im Viertelfinale des DFB-Pokals in Leverkusen mit 3:1 (2:1) durch und darf damit den Einzug in die Runde der besten Vier feiern. Für die abgekämpften und enttäuschten Fußballer von Bayer Leverkusen bleiben die Hanseaten der Pokal-Schreck schlechthin.