Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat bei der Vorstellung des Bundesliga-Spielplans für die kommende Saison mit einem Überraschungscoup für Aufsehen gesorgt. Die Präsentation des Auftaktduells zwischen Meister Bayern München und dem VfL Wolfsburg am 22. August (20.30 Uhr/Sky und ARD) wurde durch einen revolutionären Plan in den Hintergrund gedrängt: Die DFL denkt über die Einführung des Videobeweises nach und greift damit den jüngsten Vorschlag des Fifa-Präsidenten Joseph S. Blatter auf.

Laut DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig soll nicht bei einer möglichen Einführung der Torlinientechnik halt gemacht werden. „Die DFL ist grundsätzlich offen für technische Neuerungen. Wir sind aber dafür, bei diesem Thema groß zu denken. Die Gerechtigkeit macht nicht bei der Frage halt, ob der Ball hinter der Linie war oder nicht. 95 Prozent der strittigen Entscheidungen sind anderer Art“, sagte Rettig.

Blatter habe den Videobeweis „diskussionsfähig gemacht“, ergänzte Rettig: „Wir sind an dem Thema seit geraumer Zeit dran. Wenn der Videobeweis umsetzbar ist, ohne den Charakter des Spiels zu verändern, wird das von uns ausdrücklich unterstützt.“

„Es wird Zeit, dass wir wieder loslegen können“

Auf den Berliner Bundesligisten Hertha BSC wartet zum Auftakt (22.-24. August) ein Heimspiel gegen Werder Bremen. Danach geht es zum Champions-League-Kandidaten Bayer Leverkusen. Michael Preetz, Geschäftsführer Sport bei Hertha, ist zufrieden: „Das Spiel gegen Werder Bremen ist ein guter Einstieg in die neue Saison. Gemeinsam mit unseren Fans im Olympiastadion die Saison zu beginnen, ist doch perfekt.“

Trainer Jos Luhukay sieht es ähnlich: „Wichtig war uns, dass wir für die Fans mit einem Heimspiel beginnen. Das ist mit Bremen der Fall – insofern bin ich zufrieden.“ Und er fügte an: „Ich freue mich in jedem Fall heute schon auf den Trainingsstart am Montag. Es wird Zeit, dass wir wieder loslegen können!“

Zweitligist 1. FC Union muss zum Start am ersten August-Wochenende zum Karlsruher SC reisen, danach kommt Fortuna Düsseldorf zum ersten Heimspiel in die Alte Försterei. „Das ist ein anspruchsvolles Programm, keine Frage. Mir gefällt das sehr gut, es wird keine Ausreden geben. Wir müssen mit vollster Konzentration zur Sache gehen“, kommentierte Union-Coach Norbert Düwel, der seine Spieler heute (10 Uhr) zur ersten Übungseinheit auf das Trainingsgelände am Stadion bittet. Mit der Partie Düsseldorf gegen Eintracht Braunschweig bekommt auch die Zweite Liga am 1. August (20.30 Uhr) ihr Saisoneröffnungsspiel.

BM