Dritte Liga

23 Verletzte nach schwerer Fan-Randale in Osnabrück

Bei der Drittliga-Partie VfL Osnabrück gegen Preußen Münster gab es nach Ausschreitungen mehrere Schwerverletzte, die in Krankenhäuser eingeliefert wurden.

Foto: Bongarts/Getty Images / Bongarts/Getty Images/Getty

Bei schweren Fan-Ausschreitungen rund um das Nachbarschaftsderby zwischen dem VfL Osnabrück und Preußen Münster (1:0) in der 3. Fußball-Liga sind insgesamt 23 Personen verletzt worden. Darunter befinden sich elf Polizeibeamte, von denen fünf durch einen großen Feuerwerkskörper schwer verletzt wurden. Nach Polizei-Angaben erlitten die Schwerverletzten neben einem Knalltrauma auch Brandverletzungen und Platzwunden. Ein Beamter mit Verletzungen im Bauchbereich und an den Beinen musste am Samstag stationär im Krankenhaus bleiben.

Bereits vor Spielbeginn hatten Anhänger der VfL Osnabrück vor dem Stadion Feuerwerkskörper auf Polizeibeamte geworfen. 29 Personen wurden daraufhin festgenommen. Gegen sie leitete die Polizei ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ein.

Mehrere Ordner unter den Opfern

Zu Beginn des Spiels warfen dann Unbekannte aus dem Block der Gäste-Fans einen pyrotechnischen Gegenstand in den Spielertunnel. Durch die daraufhin erfolgte Explosion entstanden die erheblichen Verletzungen. Unter den Opfern befanden sich auch mehrere VfL-Ordner.

Auch nach dem Spiel gab es noch einzelne Auseinandersetzungen mit Münsteraner Fans. Die Polizei, die mit mehreren hundert Beamten im Einsatz war, verzeichnete insgesamt 35 Festnahmen. Am Abend wurden die mit richterlichem Beschluss im Polizeigewahrsam befindlichen VfL-Fans frei gelassen. Die Ermittlungen zu allen Straftaten dauern an.