Nach vielen internationalen Topstars ist der nächste Zugang der Füchse Berlin mal wieder ein interner. Kreisläufer Tim Schröder rückt vom Kooperationspartner VfL Potsdam zum Handball-Bundesligisten aus der Hauptstadt auf. Er bekommt den Kaderplatz von Kapitän Max Darj, dessen im Sommer auslaufender Vertrag nicht verlängert wird.
„Tim setzt die Serie unserer jungen Spieler fort“, sagt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. „Er wird den neuen Reigen nach Nils Lichtlein, Matthes Langhoff, Tim Freihöfer, Lasse Ludwig und Frederik Simak anführen.“ Mit Klub-Legende Fabian Wiede steht ja auch noch ein sechstes Eigengewächs im Berliner Profikader. Eine Zahl, die auf nationalem und internationalem Top-Niveau ihresgleichen sucht.
Füchse Berlin: Mit Tim Schröder rückt wieder ein Eigengewächs fest zu den Profis
Dennoch gab es zuletzt auch etwas Dürre im Fluss der Talente. Nach dem „goldenen Jahrgang“ 2002 mit Lichtlein, Langhoff, Freihöfer und Ludwig hatte schon etwas länger kein Nachwuchsspieler mehr den dauerhaften Sprung zu den Profis geschafft. Die Außenspieler Jan Grüner (Jg. 2006) und Max Günther (2004) waren Beispiele für temporäre Engagements als Nachrücker von Verletzten. Schröder soll sich nun dauerhaft im Bundesligakader etablieren. Mit seiner Körpergröße von zwei Metern und einem Gewicht von 106 Kilogramm hat er physisch die idealen Voraussetzungen dafür.
„Es ist ein riesiges Privileg für mich, dass ich ab der kommenden Saison für die Profis der Füchse spielen darf“, sagt der gebürtige Berliner Schröder selbst. Er ist in Wedding aufgewachsen und begann schon im Alter von vier Jahren, bei den Füchsen Berlin in Reinickendorf Handball zu spielen. „Als kleiner Junge bin ich in den Verein gekommen, habe alle Jugenden durchlaufen und es war immer mein Traum, diesen Schritt einmal zu gehen.“
- Berliner Zugänge: Eine denkwürdige Erinnerung – und ein Geheimnis über Trainer Krickau
- Auch Darj geht: So reagieren die Fans der Füchse Berlin auf den Umbruch
- Heim-WM in Gefahr: Handballer Lichtlein fällt verletzt aus
- Interview: Was ist das Geheimnis von Mathias Gidsels Körper, Dr. Bentzin?
- Frauenhandball: Wie Alissa Werle die Person hinter dem Leistungssport zeigt
Aktuell spielt Schröder noch beim Kooperationspartner VfL Potsdam in der Zweiten Liga. Dort hat er großen Anteil am starken Saisonstart (Platz 5, 14:4 Punkte). Im vergangenen Jahr schaffte er es als bester Kreisläufer ins Allstar-Team der U19-Weltmeisterschaft, wo die deutsche Mannschaft auch den Titel gewann. Im nächsten Sommer wird er dann mit Zugang Theo Monar (Kielce) und Simak das Kreisläufertrio der Füchse-Profis bilden.
Kaderplanung schreitet voran, ist aber noch nicht abgeschlossen
„Wir sind überzeugt von seinen Qualitäten, vor allem in der Offensive“, sagt sein künftiger Trainer Nicolej Krickau. „Es wird aber auch eine Umstellung für ihn, sich an unser hohes Niveau Woche für Woche zu gewöhnen. Er wird seine Rolle bei den Füchsen einnehmen.“
Auch interessant
Die Kaderplanung der Berliner für die kommende Spielzeit schreitet damit weiter voran, ist aber noch längst nicht abgeschlossen. Im Tor ist neben Ludwig noch die große zweite Position offen. Andreas Palicka hat nur einen Ein-Jahres-Vertrag.
Auch im Rückraum könnte es noch Bewegung geben. Die neuen Superstars Simon Pytlick (Flensburg) und Dika Mem (FC Barcelona) bilden mit Welthandballer Mathias Gidsel und den Nationalspielern Lichtlein und Langhoff das Gerüst. Die Verträge von Fabian Wiede und Aymeric Zaepfel laufen 2027 aus, der von Mittelmann Tobias Gröndahl 2028.




