Die Füchse Berlin treiben ihre Zukunftsplanung weiter voran. Wie der Handball-Bundesligist am Sonntagmittag mitteilte, wird der Vertrag mit Mannschaftskapitän Max Darj nicht verlängert. Die Berliner verzichten dabei auch auf die Aktivierung einer Klausel, die den Kontrakt nochmal bis 2028 verlängert hätte. Der Schwede wird demnach im Sommer 2027 nach dann fünf Jahren in der Hauptstadt verabschiedet.
„Max bedeutet mir unfassbar viel und er war in meiner Integration eine absolute Schlüsselposition“, sagt Trainer und Sportvorstand Nicolej Krickau. Darj gilt mit seiner Frau Amanda vor allem neben dem Platz als wichtige Stütze, die das Gesamtkonstrukt der Füchse zusammenhält. „Wir verabschieden nicht nur einen Spieler, sondern auch einen überragenden Menschen“, sagt Krickau deshalb.
Füchse Berlin: Max Darj blickt mit Dankbarkeit auf seine Zeit in der Hauptstadt
Darj selbst erklärt zu seinem beschlossenen Abschied: „Ich bin sehr dankbar für die Jahre, die ich hier verbracht habe. Ich bin stolz darauf, was wir als Mannschaft und als Verein in den letzten Saisons erreicht haben. Wir haben noch viel vor und ich schaue mit viel Optimismus auf die restliche Saison.“
Auch Geschäftsführer Bob Hanning stellt heraus, dass die Füchse und ihr Kapitän auch in dieser Spielzeit noch hohe Ambitionen haben: „Wir haben jetzt noch einiges Gemeinsames vor.“ Zudem betont er aber auch die Bedeutung der Führungspersönlichkeit Darjs: „Nach der Übernahme des Amtes von Paul Drux war und ist er ein großartiger Kapitän.“
Auch Nebenmann Marsenic geht
Der Schwede wurde im Laufe der Saisons 2024/25 Spielführer, nachdem Drux verletzungsbedingt frühzeitig seine Karriere hatte beenden müssen. Darj reckte in dieser Funktion mit den Berlinern die Trophäen für die deutsche Meisterschaft 2025, den DHB-Pokalsieg 2026 und den Supercup 2025 als Erster in die Höhe. Zudem gewann er als Füchse-Spieler auch noch den Supercup 2024 und die European League 2023.
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Mit seinem Abgang wird immer deutlicher, wie sehr sich das Gesicht der Füchse im nächsten Jahr verändern wird. Auch Mijajlo Marsenic, Darjs langjähriger Nebenmann im Mittelblock, wird die Berliner verlassen. Sein Nachfolger wird der französische Nationalspieler Theo Monar, der aus Kielce in die deutsche Hauptstadt wechselt. Wer den freigewordenen Kaderplatz von Darj im nächsten Sommer einnehmen wird, ist noch nicht bekannt. Mit den ebenfalls bereits feststehenden Verpflichtungen von Simon Pytlick (SG Flensburg-Handewitt) und Dika Mem (FC Barcelona) wird das Füchse-Team zu einem internationalen Star-Ensemble.
Wiede feiert Comeback gegen Wetzlar – und spielt um einen neuen Vertrag
Darj und Marsenic werden sich zunächst aber noch darauf konzentrieren, die Gegenwart möglichst erfolgreich zu gestalten. Die nächste Herausforderung dabei wartet am heutigen Sonntag um 16.30 Uhr, wenn die HSG Wetzlar in der Max-Schmeling-Halle zu Gast ist.
Dann wird erstmals in dieser Saison auch Fabian Wiede wieder dem Füchse-Kader angehören. Der Linkshänder feiert sein Comeback nach Kreuzbandriss und wird damit fast auf den Tag genau ein Jahr nach seiner Verletzung wieder in einem Pflichtspiel auf dem Handballfeld stehen.
Auch Wiedes Vertrag läuft 2027 aus. Der 32-Jährige hatte zuletzt aber angekündigt, seine Karriere auch danach noch fortsetzen zu wollen. Persönlich geht es vor ihm nun also vor allem darum, gesund zu bleiben und wieder zu alter Stärke zu finden, um sich darüber für einen neuen Vertrag zu empfehlen. Dass er den allerdings bei den Füchsen erhält, gilt angesichts der Verpflichtung Dika Mems als äußerst unwahrscheinlich. Womöglich könnte es Wiede im nächsten Sommer dann also nochmal zu einem anderen Verein verschlagen.



