– Der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung im EHF-Pokal ist für den Handball-Bundesligisten Füchse Berlin bereits nach der Qualifikation geplatzt.
Die Mannschaft von Trainer Erlingur Richardsson verlor am Sonnabendabend bei Chambéry Savoie HB aus Frankreich 30:34 (17:19) und verpasste damit den Einzug in die Gruppenphase. Auch eine Aufholjagd im zweiten Durchgang genügte nicht, um die Hypothek des 31:31 aus dem Hinspiel wettzumachen.
Füchse-Präsident Frank Steffel war enttäuscht: „Das haben wir uns als Titelverteidiger natürlich anders vorgestellt. Das Team hat bis zur letzten Minute gegen die Franzosen gekämpft. Doch wieder einmal hat sich die dünne Personaldecke bemerkbar gemacht. Das hart umkämpfte, knapp verlorene Spiel gegen den Bundesliga-Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen steckte den Jungs noch in den Knochen. Mit dem Aus im EHF-Cup können wir nun alle Kräfte für das Agieren in der Bundesliga bündeln.“
Zwei von drei deutschen Teams weiter
Damit haben lediglich zwei von drei Bundesligisten die Qualifikation überstanden. Am frühen Sonnabendabend war der SC Magdeburg mit etwas Mühe in die Gruppenphase einzogen. Bei Csurgoi KK aus Ungarn verloren die Magdeburger im Rückspiel zwar 23:24 (10:10), aufgrund des 42:37-Sieges im Hinspiel in eigener Halle reichte es dennoch für den SCM.
Vor drei Tagen hatte bereits Frisch Auf Göppingen die nächste Runde erreicht. Die Göppinger feierten zwei souveräne Erfolge gegen den polnischen Vertreter Gornik Zabrze.
Berlin, das im Mai das Finale gegen den Ligarivalen HSV Hamburg gewonnen hatte (30:27), erwischte gegen die Franzosen einen schwachen Start und lief lange Zeit einem Rückstand hinterher. Zur Halbzeit lag man mit zwei Treffern hinten.
Zahlreiche Paraden von Petr Stochl
Erst im zweiten Durchgang kamen die Füchse Schritt für Schritt heran. Torhüter Petr Stochl hielt sein Team mit zahlreichen Paraden im Spiel, und Petersen glich zum 25:25 aus. Später schafften die Füchse auch das zwischenzeitliche 29:29.
Den anschließenden Fünf-Tore-Lauf der Franzosen konnten die Berliner aber aufgrund fehlender Konzentration nicht mehr kontern, und die Fehler häuften sich. Chambéry kam so zu einem verdienten Sieg.
Beste Berliner Schützen waren Kapitän Fredrik Petersen mit neun Toren und Petar Nenadic mit sieben Treffern. Nach dem Aus im DHB-Pokal sind die Hauptstädter somit in keinem Cup-Wettbewerb mehr vertreten.
BM





