Handball-Pokal

Füchse gewinnen in Leipzig und leben den Traum vom Pokalsieg

Mit einem souveränen 29:19 gegen Zweitligist SC DHfK Leipzig ziehen die Füchse ins Final Four des deutschen Pokals ein und haben damit die Chance, ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen.

Foto: Peter Endig / dpa

Der letzte Füchse-Treffer war Paul Drux vorbehalten. Der Nationalspieler krönte eine starke Leistung der Füchse Berlin am Mittwochabend im Pokal-Viertelfinale bei Zweitligaklub SC DHfK Leipzig. Der Titelverteidiger zog durch das souveräne 29:19 (16:8) ins Final Four um den Pokal des Deutschen Handballbundes (DHB) ein, die Vierer-Endrunde steigt am 9./10. Mai in Hamburg. Die besten Füchse-Schützen waren gegen chancenlose Leipziger Mattias Zachrisson mit sieben und Konstantin Igropulo mit sechs Toren. Ebenfalls beim Final Four sind die Rhein-Neckar Löwen (29:26 gegen Kiel), Magdeburg (32:17 gegen Göppingen) und Flensburg-Handewitt (28:22 gegen Gummersbach).

Die Füchse verwandelten damit auch den ersten von zwei Matchbällen in dieser Woche. „Es kann für uns eine herausragende Saison werden. Das wird sich jetzt entscheiden“, hatte Geschäftsführer Bob Hanning vor dem Pokal-Viertelfinalspiel gesagt. Schon am Sonntag steht für die Berliner die richtungsweisende EHF-Cup-Partie gegen das dänische Spitzenteam Skjern Handbold (17.15 Uhr, Schmeling-Halle) an. Gewinnen die Füchse auch dieses Spiel, dann haben sie beste Chancen auf das Endrunden-Turnier im Europapokal in Berlin (16./17. Mai).

Füchse-Präsident Frank Steffel zeigte sich hoch erfreut über den Einzug in die Pokal-Endrunde. „Mit dem Sieg in Leipzig haben die Füchse gezeigt: Wir reisen an die Alster zum Final Four, um den Pokal auch dieses Jahr wieder an die Spree zu holen. Das starke, überzeugende Spiel gegen Leipzig lässt solche Erwartungen zu. Ich hoffe, dass die Mannschaft das heutige Ergebnis mit in das EHF-Spiel am Wochenende in den Fuchsbau nimmt. Dann mischen wir auch auf europäischer Ebene weiter mit.“

Berliner dominieren das Spiel

6351 Zuschauer (davon 150 Füchse-Fans) hatten den Weg in die Arena Leipzig gefunden. Damit knackte der Zweitliga-Spitzenreiter, bei dem der frühere Weltklasse-Linksaußen Stefan Kretzschmar im Aufsichtsrat die Fäden zieht, die bisherige Rekordmarke von 6317 Besuchern. Und die Fans sahen von Beginn an eine dominante Füchse-Mannschaft. Drux gelang der erste Treffer der Partie, und die Berliner bauten ihre Führung rasch aus. 10:3 stand es nach 18 Minuten. Die Füchse kontrollierten die Partie gegen den SC DHfK nach Belieben. Gestützt auf eine sichere Abwehr und einen gut aufgelegten Torwart Silvio Heinevetter setzten sie einen schnellen Gegenstoß nach dem anderen ins Ziel. In der 25. Minute erhöhte Nationalspieler Fabian Wiede mit dem 15:6 den Vorsprung auf neun Treffer.

In der zweiten Halbzeit fuhren die Berliner ihr Tempo ein wenig zurück, so dass die Leipziger etwas mehr zur Entfaltung kommen konnten. Die Gastgeber spielten nun auch kreativer und hielten streckenweise gut mit. Gegen Ende zogen die Füchse das Tempo aber noch einmal an und feierten einen nie gefährdeten Kantersieg.