Handball

Füchse liefern schwache Vorstellung gegen HSV Handball

Nach dem 25:33 in Hamburg rutschen die Berliner auf Platz sechs ab. Von Beginn an lief das Spiel für die Füchse nicht rund. Fehlwürfe und technische Fehler machten es den Gegnern zu leicht.

Foto: Christian Charisius / dpa

Bisher hatte Bob Hanning immer seine schützende Hand über die Mannschaft gehalten. Der Geschäftsführer der Füchse Berlin wusste genau, dass nach den Verletzungen wichtiger Spieler und dem kurzfristigen Einbau von zwei Zugängen in der ersten Saisonphase erst einmal nicht alles rund laufen würde beim Handball-Bundesligisten. Doch jetzt war ein Punkt erreicht, an dem für ihn Schluss mit Verständnis war. „Das war frech und total inakzeptabel“, polterte er nach dem 25:33 (12:16) der Berliner am Sonntag beim HSV Handball.

Es sollte ein echter Gradmesser sein. Wie stabil ist das Füchse-Team wirklich? „In Hamburg können die Jungs zeigen, wozu es derzeit reicht“, hatte Hanning noch vorher erklärt. Nach der schlechten Leistung gegen den HSV muss man sagen: Es reicht für die Berliner momentan nicht, in der Bundesliga eine richtig gute Rolle zu spielen; sie sind jetzt Sechster. Bester Werfer war Fredrik Petersen (7).

Von Beginn an lief bei den Füchsen nicht viel zusammen. Bereits nach zehn Minuten nahm Trainer Dagur Sigurdsson eine Auszeit. Es gab jede Menge Besprechungsbedarf beim Stand von 3:8. Bei Berlin hatten sich Fehlwürfe, Fehlpässe und technische Fehler abgewechselt. Den Hamburgern wurde es viel zu leicht gemacht, zu ihren Toren zu kommen. Und da obendrein der später gegen Petr Stochl ausgewechselte Torhüter Silvio Heinevetter kaum einen Ball sah, liefen die Berliner immer einem Rückstand hinterher.

Hanning sieht Fehler in der Abwehr

Die Füchse agierten in allen Bereichen fehlerhaft. „Die Abwehr war viel zu passiv“, bemängelte Hanning. Im Angriff sah es nicht viel besser aus: Vor allem von den Rückraumspielern Konstantin Igropulo und Petar Nenadic war nichts zu sehen. „Ich erwarte in den nächsten Tagen von der Mannschaft eine Erklärung für diese Leistung.“ Fest steht: „Es wird jetzt nicht zur Tagesordnung übergegangen.“ Die Füchse müssen schnell wieder in die Spur finden: Am Sonntag (17.15 Uhr, Schmeling-Halle) steht das schwere Spiel im EHF-Pokal gegen das französische Spitzenteam aus Nantes auf dem Programm. Mit einer Leistung wie in Hamburg ist das Kapitel Europa schnell beendet.