Dagur Sigurdsson, der Trainer der Füchse Berlin, übt selten harte Kritik an seinem Team. Doch diesmal sagte er klipp und klar: „Minden war vorne und hinten besser als wir. Wir haben uns einfach nicht gewehrt.“ Nach der 21:30-Pleite im Bundesligaspiel bei GWD Minden war beim Handball-Pokalsieger schonungslose Kritik angesagt. „Ich bin von der Leistung echt enttäuscht“, sagte ein fassungsloser Bob Hanning. Der Füchse-Geschäftsführer brachte es auf den Punkt: „Eine Mannschaft wie wir es sind, darf bei allem Verständnis so nicht auftreten.“ Der Auftritt in Minden war in allen Belangen ungenügend.

Für Sigurdsson „gibt es keine Ausreden“

Nach der zweiten Saisonniederlage belegen Berliner mit 6:4-Punkten nur einen enttäuschenden neunten Rang. Sigurdsson wollte nach der bösen Überraschung bei den Ostwestfalen auch keine Ausflüchte suchen. „Es gibt für mich keine Ausreden. Minden hat genauso Verletzte wie wir.“ Neben den langfristigen Ausfällen von Spielmacher Bartlomiej Jaszka und Abwehrchef Denis Spoljaric musste auch noch Rückraumspieler Pavel Horak passen. Der Tscheche muss am Ellbogen operiert werden und steht vier bis sechs Wochen nicht zur Verfügung.

Trainer Sigurdsson forderte: „Jetzt müssen wir uns zusammenreißen und eine gute Vorbereitung auf unser nächstes Spiel gegen Hannover hinbekommen.“ Am Sonntag (15 Uhr) empfangen die Füchse den TSV Hannover-Burgdorf, der mit 3:7-Zählern auf Platz 15 rangiert. Hanning nahm das Team in die Pflicht: „Es ist nun Aufgabe der Mannschaft zu reflektieren und zu zeigen, dass das nicht ihr wahres Gesicht ist.“

BM