Handball

Füchse feiern ersten Saisonsieg gegen Bergischen HC

Nach der Auftaktpleite gegen Göppingen betreiben die Füchse Berlin Wiedergutmachung. Gegen den Bergischen HC feiern die Hauptstädter einen 32:23 (18:11)-Heimsieg - dank einer starken Abwehrleistung.

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Am Freitagvormittag um 11.38 Uhr konnten die Füchse Berlin durchatmen. Da kam vom europäischen Handball-Verband EHF die Nachricht, dass Kasper Nielsen ab sofort für den Handball-Bundesligisten spielberechtigt ist. Der 39-jährige Däne hatte am Montag einen Vertrag bis Weihnachten in der Hauptstadt unterschrieben, weil die Füchse-Abwehr durch die Verletzung von Denis Spoljaric einen neuen Abwehrchef brauchte. Nun war endlich seine Spielgenehmigung da. Noch im richtigen Moment:

Acht Stunden später zeigte Nielsen bei seinem ersten Einsatz im neuen Trikot, wie wertvoll er für das Berliner Team sein kann.

Auch an seiner Leistung lag es, dass die Füchse einen ungefährdeten 32:23 (18:11)-Erfolg über den Bergischen HC feierten. Und den enttäuschenden Bundesliga-Auftakt mit dem 27:29 in Göppingen sechs Tage zuvor vergessen ließen. „Das war ein schöner Einstand“, freute sich Nielsen.

Gastgeber von Beginn an dominierend

Am Ende der vergangenen Saison hatten sich die Wuppertaler noch durch einen überraschenden Sieg in der Schmeling-Halle den Klassenerhalt gesichert. Von einem solchen Coup waren sie diesmal meilenweit entfernt. Von Beginn an lagen die Gastgeber vor 7150 Zuschauern klar in Führung, vor allem der erst 19-jährige Paul Drux (6 Tore) und der serbische Zugang Petar Nenadic (7) waren von den Bergischen kaum zu halten.

Schon Mitte der ersten Halbzeit war die Überlegenheit so eindeutig, dass Trainer Dagur Sigurdsson seinen inzwischen zu Leistungsträgern gereiften Drux und Wiede, 21, viel Spielzeit geben konnte. Auch Jonas Thümmler und Willy Weyhrauch, beide 21, bekamen Chancen zur Bewährung. Und trugen sich prompt in die Torschützenliste ein.

Konzentrierte Verteidigungsleistung

Grundlage dafür, dass die Kräfteverhältnisse gleich so deutlich verteilt waren, war jedoch die konzentrierte Verteidigungsleistung – mit einem sehr stark haltenden Nationaltorwart Silvio Heinevetter. Nielsen sprach viel mit seinen Nebenleuten, und die Abstimmung in der Abwehr klappte auf Anhieb erstaunlich gut. Aber das war zu einem guten Teil auch den arg limitierten Möglichkeiten der Gäste gedankt. Sigurdsson konnte dem Spiel seiner Mannschaft relativ entspannt zuschauen. Das nun auch immer besser in der Offensive funktionierte, weil es mehr gelang, die Außen einzubinden. Für die Füchse-Mannschaft war es nach der Pleite in Göppingen ein großer Schritt vorwärts. Mit einem neuen Abwehrchef, der mehr als ein Ersatz ist.