Handball

Kampfstarke Füchse unterliegen dem THW im Supercup

Auch die Berliner konnten den THW Kiel nicht stoppen. Die Supermannschaft des deutschen Handballs sicherte sich zum achten Mal den Supercup. Dennoch konnten die Füchse überzeugen.

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Die Füchse Berlin konnten die Supermannschaft des deutschen Handballs nicht stoppen. Die Füchse unterlagen dem THW Kiel im Supercup mit 18:24 (8:13). Der THW sicherte sich 87 Tage nach der 19. deutschen Meisterschaft zum achten Mal den Supercup. Vier Tage vor Beginn der Bundesliga überzeugte das Team von Trainer Alfred Gislason vor 6212 Zuschauern in der ausverkauften Arena.

Beste Spieler beim THW waren Torhüter Johan Sjöstrand und Filip Jicha (5/1) als Torschütze. Bei den Berlinern, die als DHB-Pokalsieger im Supercup standen, gefielen Schlussmann Silvio Heinevetter, der fünf Siebenmeter parierte, und Paul Drux (4). „Wir haben heute zwar gewonnen, überragend war das nicht“, sagte Jicha selbstkritisch. „Das wird sehr schwer in der Saison.“

Beim vorangegangenen Aufeinandertreffen hatte der THW Kiel ebenfalls einen Titel gewonnen. Am letzten Spieltag der vorigen Saison hatten die Kieler die Füchse Berlin mit 37:23 deklassiert und sich so die deutsche Meisterschaft mit zwei Treffern Vorsprung auf die punktgleichen Rhein-Neckar Löwen gesichert. Im Spiel um den neu kreierten, silbernen und 12 000 Euro teuren Supercup wollten sich die Füchse besser präsentieren als Ende Mai. Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson sagte: „Wir sind von Spiel zu Spiel Stück für Stück besser geworden, jetzt dürfen die ersten Pflichtspiele kommen und auch die werden uns helfen, noch eingespielter zu werden.“

Schon zeitig wurde klar, dass dem THW Kiel in dieser Saison schwer beizukommen sein wird. Das mit Weltmeister Joan Canellas, Welthandballer Domagoj Duvnjak und Nationalspieler Steffen Weinhold verstärkte Starensemble verschaffte sich rasch einen 8:2-Vorsprung.

Danach entflammte der Kampfgeist der Berliner. Mit dem glänzend aufgelegten Heinevetter als Rückhalt pirschten sich die Füchse auf 6:9 (20.) heran. Kiel aber bewies seine Klasse und bestrafte alle Fehler des Pokalsiegers gewohnt eiskalt.