Handball

Woche der Entscheidung - Füchse rücken noch enger zusammen

In den nächsten Tagen stehen im EHF-Cup und im nationalen Pokal die entscheidenden Spiele an. Nur mit einer starken Teamleistung könnten die Berliner die Herausforderungen meistern.

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Ausschlafen, Blessuren pflegen, schnell regenerieren. Und zwischendurch bittet Dagur Sigurdsson dann zu einer kurzen Trainingseinheit, die aber weniger einer spieltaktischen Weiterentwicklung dient, als vielmehr einem kurzen Ausschütteln der Muskulatur mit anschließendem Spannungsaufbau für die nächste Aufgabe. Viel mehr ist bei den Füchsen derzeit nicht drin. Der Handball-Bundesligist steckt mitten in der entscheidenden Woche seiner Saison. Und so hielten sich die Berliner mit ihrer ersten Pflichtspielniederlage in 2014 auch nicht lange auf. „Jetzt müssen wir uns einmal schütteln und voll auf die beiden Spiele im EHF- und DHB-Pokal konzentrieren“, sagte Geschäftsführer Bob Hanning nach dem 28:30 am Mittwochabend bei Liga-Konkurrent GWD Minden.

Natürlich tat sie weh, die Pleite in Minden. Immerhin liegen die Ostwestfalen in der zweiten Tabellenhälfte während die Füchse die erneute Qualifikation für den Europapokal anstreben. Insofern schmerzte der Punktverlust. Aber die Berliner mussten in Minden eben auch ihrem personellen Engpass Tribut zollen. So schafften sie es nicht, das Fehlen der drei verletzten Rückraumspieler Sven-Sören Christophersen, Pavel Horak und Paul Drux zu kompensieren. Immerhin aber war auf der halbrechten Rückraumposition Konstantin Igropulo in Torlaune, der Russe erzielte zehn Treffer, sagte anschließend: „Wenn einer Mannschaft wichtige Spieler fehlen, hilft dir kein individuelles Spiel, wir müssen alle zusammen kämpfen.“

Sonntag in Constanta, Mittwoch gegen Lemgo

Nur mit einer Teamleistung können die Füchse die nächsten zwei Herausforderungen meistern: am Sonntag im EHF-Cup bei HCM Constanta in Rumänien und am kommenden Mittwoch im Pokal-Viertelfinale gegen den TBV Lemgo. Mit einem Sieg in Constanta – es wäre der dritte Erfolg in der Gruppenphase – würden die Füchse ihrem Ziel, das Finalturnier Mitte Mai in der Max-Schmeling-Halle zu erreichen, einen sehr großen Schritt näher kommen. Und sollten die Berliner drei Tage später gegen Lemgo ebenfalls als Sieger den Platz verlassen, ziehen sie zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Endrunde des nationalen Pokals ein.

„Damit würde für uns ein ganz großer Traum in Erfüllung gehen“, sagte Hanning, „und diesen Riesentraum wollen wir leben. Dafür gilt jetzt eine Maxime: Kräfte bündeln und die Früchte ernten.“ Die Verletzungssituation verursacht dem Manager zwar auch ein „mulmiges Gefühl“ angesichts der anstehenden Herausforderungen, „auf der anderen Seite bin ich aber unglaublich stolz, was hier alle leisten und wie alle mitziehen.“