Wirtschaftliche Gründe

Füchse trennen sich von Nationalspieler Richwien

Der Schwede Zachrisson hat ihn auf der Rechtsaußenposition verdrängt. Und für eine Nummer zwei kann und will der Klub nicht so viel Geld ausgeben. Sagt zumindest Geschäftsführer Bob Hanning.

Foto: Schulz / pa/nordphoto

Die Füchse Berlin trennen sich zum Saisonende von Handball-Nationalspieler Markus Richwien. Der 28 Jahre alte Rechtsaußen wird den Bundesligisten im Sommer nach acht Jahren verlassen.

Das gaben die Füchse am Dienstag bekannt. Richwien gehört zum erweiterten Kreis der deutschen Nationalmannschaft, traf in 17 Länderspielen 34 Mal.

„Wir können die Rechtsaußenposition wirtschaftlich nicht mit zwei gleichwertigen Spielern besetzen“, sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. Linkshänder Richwien war 2006 vom SC Magdeburg in die Hauptstadt gewechselt.

Er ist in dieser Spielzeit nur die Nummer zwei auf seiner Position hinter dem Schweden Mattias Zachrisson.

Richwien ärgert sich über Begründung

Richwien selbst reagierte enttäuscht auf die Trennung. „Nach den acht Jahren blicke ich auf eine schöne Zeit zurück. Allerdings finde ich es schade, dass sich die Wege jetzt aus wirtschaftlichen Gründen trennen“, sagte der gebürtige Magdeburger: „Nach meiner schweren Verletzung habe ich keine Chance mehr bekommen, obwohl ich sportlich wieder auf dem Niveau vor meiner Verletzung war und bin.“ Richwien hatte im November 2012 einen komplizierten Bänderriss erlitten.