Handball

Manager Hanning verlängert Vertrag bei den Füchsen bis 2018

Nach seiner Wahl zum Vize-Präsidenten Leistungssport des Deutschen Handballbundes (DHB) hat sich Manager Bob Hanning klar zu Berlin bekannt.

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Ein Lächeln legte sich auf sein Gesicht, als um 14.57 Uhr in der Schmeling-Halle die frohe Botschaft von Klub-Präsident Frank Steffel verkündet wurde. „Bob Hanning, der Vater unseres Erfolges, hat heute seinen Vertrag bei den Füchsen als Geschäftsführer um fünf Jahre bis 2018 verlängert“, sagte Steffel und brachte die 10.000 Zuschauer in der Arena mit dieser Nachricht gehörig in Wallung. Die Fans des Bundesligaklubs trampelten lautstark auf den Tribünen. Manager Hanning erhob sich von der Bank und winkte ins Publikum. „Ich fühle mich hier sehr wohl und wollte nicht weg“, sagte der 45-Jährige, „ich freue mich sehr, weiter in meinem Wohnzimmer Chef sein zu dürfen. Es ist für mich die richtige Entscheidung.“

Hannings ursprünglicher Kontrakt war am Ende der vergangenen Saison ausgelaufen. Da es keine Kündigung gegeben hatte, verlängerte sich das Arbeitsverhältnis nur um drei Monate. „Ich wollte erst alle Hausaufgaben machen, bevor ich einen neuen Vertrag unterschreibe“, sagte Hanning, „die Füchse sind für mich eine Herzensangelegenheit – ich bin hier angekommen. Es ist mein Zuhause.“

Mit der Verlängerung des Vertrages von Bob Hanning haben die Füchse eine zentrale Personalie klären können. „Es ist gut, dass wir gemeinsam mit Bob Hanning die erfolgreiche Arbeit der vergangenen acht Jahre fortführen können. Das bedeutet eine Fortsetzung unseres kontinuierlichen und soliden Weges. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in den kommenden fünf Jahren“, sagte Steffel.

Schon viele ihrer Spieler haben die Füchse mit langfristigen Verträgen ausgestattet, nun erhielt auch der Geschäftsführer einen für Profisport außergewöhnlich langfristigen Kontrakt. „Es war der Wunsch des Aufsichtsrates und des Präsidenten Frank Steffel, dass ich bis 2018 bei den Füchse bleibe“, freute sich Hanning.

Aus dem Winterschlaf geholt

2005 hatte sich der gebürtige Essener aufgemacht, den Handball in Berlin aus dem Winterschlaf zu holen. Mit viel Geschick, fachlicher Kompetenz und unermüdlichem Einsatz hat er die Füchse von einem abstiegsbedrohten Zweitligisten zu einer europäischen Spitzenmannschaft geformt, die bereits zweimal in der Champions League für Furore gesorgt hat. In dieser Saison kämpfen die Berliner im EHF-Cup um Meriten und richten 2014 auch das Finale des europäischen Klubwettbewerbs aus. Ziel ist es, vor heimischer Kulisse den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte zu gewinnen. .„Unser Ziel für die Zukunft ist es, mit den Füchsen Titel zu gewinnen“, sagte Hanning.

Neben der Entwicklung der Profimannschaft setzt der Manager auf die Förderung der eigenen Jugend und wirtschaftliche Stabilität. Viermal führte er als Trainer Jugendmannschaften der Füchse zur Deutschen Meisterschaft, die A-Jugend ist auch jetzt wieder auf dem besten Weg zur Titelverteidigung. „Ich fühle mich extrem wohl in Berlin und kann hier meinen beruflichen Traum leben – und ich wohne in einer der schönsten Städte Europas“, sagte Hanning, der seit 2011 Träger der Berliner Landesordens ist.

Im September war der Füchse-Manager zudem zum Vize-Präsidenten Leistungssport des Deutschen Handballbundes (DHB) gewählt worden. Er ist für die Nationalmannschaft zuständig. Hanning hat das ehrgeizige Ziel, den deutschen Handball wieder zurück in die Weltspitze zu führen. Sein Plan ist es, dass die deutsche Auswahl 2020 bei den Olympischen Spielen in Tokio die Goldmedaille gewinnt.