Handball

Füchse müssen ohne Jaszka nach Madrid

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Foto: Soeren Stache / dpa

Wegen einer Blinddarmentzündung muss Bartlomiej Jaszka ins Krankenhaus. Er wird operiert. Damit fehlt der Füchse-Spielmacher im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League in Madrid.

„Er ist unser Gehirn“, hatte Manager Bob Hanning einmal Bartlomiej Jaszka beschrieben. Ausgerechnet vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League am Sonntag (18 Uhr/Eurosport) bei Atlético Madrid fällt der wieselflinke Pole wegen einer Blinddarm-Operation aus.

„Es ist geplant, dass er schnell operiert werden wird“, sagte Füchse-Pressesprecher Andre Tzschaschel am Freitag. Der Spielmacher der Füchse Berlin ist wohl der einzige Spieler im Kader, den die Handballer aus der Hauptstadt nicht annähernd gleichwertig ersetzen können.

Somit starten die Füchse um 8.50 Uhr am Sonnabendmorgen vom Berliner Flughafen Tegel ohne den Regisseur nach Madrid. Jaszka selbst hatte in der Zeitung „Berliner Kurier“ bereits angekündigt: „Die Gesundheit geht vor. Mit einem Risiko zu spielen, ist immer gefährlich.“

Für den 29-Jährigen wird wohl erneut der Spanier Iker Romero den Part des Spielmachers übernehmen, der in puncto Schnelligkeit und Explosivität schwächer einzuschätzen ist.

Füchse wollen Chance nutzen

Dennoch: Die Füchse sehen auch ohne den etatmäßigen Regisseur ihre Chance. „Madrid ist mit Lazarov, Balic und Aguinagalde eine Weltklassemannschaft. Wir sind aber durchaus in der Lage, auf den Punkt herausragende Leistungen zu zeigen, das haben wir immer wieder bewiesen“, erklärte Hanning.

Der Manager schlug vor den „besonderen Spielen“ aber auch warnende Töne an: „Es darf uns nur nicht das passieren, was uns gegen Leon passiert ist, denn ein solches Resultat noch einmal aufzuholen, gegen eine Weltklassemannschaft wie Madrid, ist nicht möglich.“

In der vergangenen Saison hatten die Berliner im Viertelfinale der Königsklasse in Leon mit 23:34 verloren. Durch den 29:18-Sieg im Rückspiel schafften die Füchse jedoch den Einzug ins Final-Turnier der besten vier Mannschaften Europas – der bisher größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

Die Bilanz gegen die Madrilenen, die vergangenes Jahr sogar bis ins Finale der Champions League vorgedrungen waren, spricht für die Spanier: In der Hauptrunde 2011/12 der Königsklasse fuhren sie zwei Siege gegen die Berliner ein – damals aber noch mit den Stars Didier Dinart und Arpad ¦terbik.

Christophersen nach Verletzung zurück

Positiv für den Tabellenvierten der Bundesliga: Nationalspieler Sven-Sören Christophersen gab zuletzt nach auskurierter Knieverletzung sein Comeback. „Madrid spielt einen anderen Stil, als wir das in Deutschland gewohnt sind“, betonte der linke Rückraumspieler, dem in dieser Saison der Königsklasse bisher 22 Tore gelungen sind.

Den bisher letzten Erfolg gegen eine spanische Mannschaft feierte der Hauptstadtclub am 10. Februar. Damals bezwangen die Hauptstädter in Berlin das Topteam des FC Barcelona mit 31:30. „Spanien können wir“, meinte Hanning anschließend – damals jedoch mit einem ganz starken Bartlomiej Jaszka.

( dpa/mim )