Handball

Für die Füchse geht es erstmal in den Alltag

Bevor die Berliner zu ihren Spitzenspielen gegen Flensburg und Leon antreten, wartet am Mittwoch der Tabellenvorletzte aus Hüttenberg.

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Das Tagesgeschäft ruft wieder. Die Länderspielpause, zu der die Berliner Handball-Füchse allein neun Spieler abstellten, ist vorbei. Auch über die Enttäuschung nach der klaren Niederlage in Kiel dürfte das Team von Dagur Sigurdsson mittlerweile hinweg gekommen sein. Alle Nationalspieler kamen am Sonntagnachmittag unverletzt nach Berlin zurück, einem erfolgreichen Schlussspurt in der Bundesliga steht nichts im Wege.

Auch der Spielplan meint es gut mit den Berlinern. Am Mittwoch ist der Tabellenvorletzte in der Schmeling-Halle (20.15 Uhr) zu Gast – wenn man so will, der richtige Gegner, um sich wieder an den Bundesliga-Alltag zu gewöhnen. Wieder gut in Schwung zu kommen, wäre nicht ganz unwichtig, denn so einfach werden die Aufgaben nicht bleiben. Die Füchse, derzeit Tabellenzweiter der Liga, reisen schon am kommenden Sonnabend zum Dritten, der SG Flensburg-Handewitt, die mit nur einem Punkt Rückstand nur allzu gern den Berlinern ein Bein stellen würden.

„Es kommen die entscheidenden Wochen mit schweren Aufgaben auf uns zu. Da müssen wir unsere Position verteidigen“, sagt Kapitän Torsten Laen vor dem Hüttenberg-Spiel, das eigentlich nicht mehr als eine Pflichtaufgabe für sein Team werden sollte. Das Hinspiel im November entschieden die Füchse auswärts mit 30:20 (14:11) deutlich für sich. Diesmal allerdings konnte Sigurdsson aufgrund der Länderspielpause kaum mit dem kompletten Team trainieren. Der ausgedünnte Kader wurde mit Spielern aus der zweiten Mannschaft aufgestockt.

Zudem, warnt der Isländer, sei Hüttenberg längst nicht so schlecht, wie es der Tabellenplatz vermuten lässt. „Die sind zuletzt gewachsen und haben sehr gute Ergebnisse abgeliefert. Wir haben sehr großen Respekt vor Hüttenberg“, sagt der Coach. Auch sein Kapitän will sich vom schlechten Tabellenrang der Mittelhessen nicht blenden lassen. „Deren Qualität müsste normalerweise für einen Platz im Mittelfeld reichen“, sagt der Däne. „Nach der Pause müssen wir unseren Rhythmus schnell finden. Wenn wir unser Spiel durchziehen können, werden wir auch gewinnen.“ Flensburg wartet – und nicht vergessen: am 21. April steigt das erste Champions-League-Viertelfinale gegen Ademar Leon.