Jetzt ist es eine Serie. Die Füchse gewannen in der Bundesliga ihr drittes Spiel in Folge. Nach Magdeburg und Hannover-Burgdorf musste sich am Sonntag auch die HSG Düsseldorf geschlagen geben. Die Berliner siegten vor 7926 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle dank überragender erster Halbzeit klar 32:27 (20:10), verbesserten sich in der Tabelle auf Platz acht.

Die Gäste durften knapp vier Minuten hoffen, in Berlin vielleicht den ersten Saisonsieg zu holen. Noch hatte die Füchse-Abwehr die Düsseldorfer Rückraum-Schützen nicht im Griff – 4:3 (4.). Erst bei der ersten gegnerischen Zweiminuten-Strafe schafften die Füchse klarere Verhältnisse, setzten sich mit drei Überzahl-Toren ab (7:3/8.).

Keeper Petr Stochl wieder im Einsatz

Mit der deutlichen Führung wurden die Berliner auch in der Defensive energischer. Was an Würfen dennoch durchkam, entschärfte zumeist Keeper Petr Stochl, der erstmals seit zwei Partien wieder von Beginn an spielte und das Vertrauen rechtfertige. Stochl parierte 16 gegnerische Würfe, hielt genauso souverän wie Silvio Heinevetter in den beiden Partien zuvor.

In der Folge wurde mit jeder Minute deutlicher, warum Düsseldorf aus sechs Spielen nur einen Punkt geholt hatte. Je schneller die Berliner im Angriff den Ball laufen ließen, desto größer wurden die Löcher in der Abwehr der Gäste. Ob Richwien von außen oder Strand aus dem Rückraum – die Füchse schlossen fast jeden Angriff erfolgreich ab. Nach 23 Minuten war die Führung erstmals zweistellig (16:6), mit 20:10 ging es in die Pause.

Letzte Woche brachte Coach Dagur Sigurdsson seinen Nachwuchs-Außen Johannes Sellin (18) erst kurz vor Schluss, am Sonntag durften er und auch Colja Löffler (20) gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit ran. Auch Michal Kubisztal, der nach seiner Rücken-OP noch immer Anschluss sucht, wurde eingewechselt. Die Folge: Das Spiel wurde zerfahrener, der Vorsprung schmolz von 27:15 (40.) noch auf 30:26 (57.).

Bester Werfer der Berliner war Kjetil Strand

„Wir haben durch die Wechsel unseren Rhythmus verloren“, gestand Kapitän Torsten Laen, „und vor allem zu viele Gegenstöße kassiert. Das hätte zwar nicht passieren dürfen, aber es ist auch ein Zeichen von Qualität, wenn wir die erste Halbzeit gegen einen nicht ganz so starken Gegner in einem Maße kontrollieren, dass wir unsere jungen Spielern und auch Kubi bringen können.“

Auf mehr als vier Tore kam Düsseldorf nicht mehr heran. Der dritte Füchse-Sieg in Folge geriet nie ernsthaft in Gefahr. Bester Werfer der Berliner war Kjetil Strand mit neun Toren, für die Düsseldorfer traf Michael Hegemann sechsmal.

Wegen der Nationalmannschaftspause reisen die Füchse erst am 4. November nach Wetzlar und drei Tage später zum TuS N-Lübbecke. Nach den Leistungen zuletzt zwei lösbare Aufgaben. Da will das Sigurdsson-Team weiteres Selbstbewusstsein für das nächste Heimspiel am 10. November gegen Tabellenführer THW Kiel tanken.