Schweißtreibende Einheiten mit dem Ball, minutiöse Videoanalyse des Gegners oder intensive Serien im Kraftraum - für die Handballer der Füchse Berlin gehören diese drei Übungsformen zu ihrem Trainingsalltag.

Nun aber betreten die Bundesligaspieler unbekanntes Terrain: Zwei Tage lang werden sie sich in asiatischem Kampfsport probieren.

"Es ist wichtig, immer wieder einmal über den Tellerrand hinaus zu schauen und die Trainingsmethoden in anderen Sportarten zu analysieren", sagt Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson, der die Maßnahme gemeinsam mit Geschäftsführer Bob Hanning ausgewählt hat, "genau wie bei uns sind im Kampfsport Bewegung und Schnelligkeit elementare Bestandteile."

Die Einheiten finden in der kommenden Woche in der Kampfsportschule Budokan in Friedenau unter Anleitung von Ulf Ehlert und Jens Finger statt. Ehlert gehört zur deutschen Elite im Freefighting, Finger besitzt den 4. Dan (bezeichnet den Fortgeschrittenengrad). "Es geht uns darum, mal andere Reize zu setzen, die Jungs sollen ihre Komfortzone verlassen", erklärt Manager Hanning. Jeder Spieler solle sich bei der Aktion noch besser kennen lernen und erfahren, wozu er wirklich bereit sei. "Es ist wichtig, dass sie ständig dazu lernen und ihre eigenen Grenzbereiche erleben."

Vor dem Ausflug in den Kampfsport steht das Heimspiel am Sonntag gegen den TV Großwallstadt (15 Uhr, Max-Schmeling-Halle). "Das ist für uns schon ein kleines Endspiel", sagt Hanning, "denn Großwallstadt gehört zu den Teams, die wir in unserer dritten Bundesligasaison angreifen wollen."