Frauen-WM-Endspiel

Über 15 Millionen sehen die Japanerinnen siegen

Noch nie war Frauenfußball im deutschen Fernsehen so erfolgreich wie bei dieser Heim-WM. Jeder zweite Fernsehzuschauer verfolgte das Finale und sah, wie die Japanerinnen nach einem 2:2 nach Verlängerung mit 3:1 im Elfmeterschießen schließlich gewannen.

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In einem packenden WM-Finale in Frankfurt besiegt Japan die USA mit 3:1 im Elfmeterschießen

Video: Reuters
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Königin Fußball hat den Fernsehabend am Sonntag beherrscht: Das Endspiel der Frauenfußball-WM zwischen Japan und den USA (5:3) sahen ab 20.45 Uhr im Schnitt 15,34 Millionen Zuschauer - der Marktanteil lag bei 46,6 Prozent. Damit verfolgte fast jeder zweite Fernsehzuschauer am Abend die Partie, die die Japanerinnen nach einem 2:2 nach Verlängerung mit 3:1 im Elfmeterschießen gewannen. Wie Zahlen von Media Control zeigten, interessierten sich mehr Männer ab 14 Jahren (8,13 Millionen) als Frauen (6,89 Millionen) für das Endspiel. Etwa 320 000 Kinder zwischen 3 und 13 sahen zu.

Es war die beste Quote für ein Frauenfußballspiel ohne deutsche Beteiligung. Bei den vier WM-Begegnungen der deutschen Nationalelf hatten zwischen 15,41 und 17,01 Millionen Zuschauer vor den Fernsehern gesessen.

Im Hauptabendprogramm (20.15 Uhr) am Sonntag lag außerhalb des Sports das ZDF am besten: Das Melodram „Inga Lindström: Der Erbe von Granlunda“ hatte 5,16 Millionen Zuschauer (14,6 Prozent).Die Science-Fiction-Komödie „Men in Black II“ auf ProSieben sahen 2,99 Millionen (8,5 Prozent). Die US-Krimiserie „Navy CIS“ bei Sat.1 interessierte 2,53 Millionen (7,3 Prozent). Den deutschen Abenteurfilm „Die Jagd nach der Heiligen Lanze“ auf RTL verfolgten 2,40 Millionen (6,9 Prozent). Die Vox-Kochdokusoap „Das perfekte Promi Dinner“ lockte 1,21 Millionen Zuschauer (3,5 Prozent) vor die Bildschirme.

Die US-Serie „Two and a Half Men“ ist auch in der Wiederholung ein Quotenerfolg. Während die Erstausstrahlungen bei ProSieben laufen, zeigt der Schwestersender Kabel eins derzeit alle Folgen von der ersten Staffel an noch einmal – die vier Episoden am Sonntagabend hatten zwischen 1,21 Millionen (3,7 Prozent) und 1,42 Millionen Zuschauer (4,0 Prozent). In der Jahreswertung 2011 liegt der Vorjahressieger und Marktführer RTL weiter vorn: Der Kölner Privatsender rangiert mit

14,1 Prozent vor den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD (12,8) und ZDF (12,5). Die Privatsender Sat.1 (10,0), ProSieben (6,1) und Vox (5,5) folgen mit etwas mehr Abstand. Dahinter liegen Kabel eins (3,9), RTL II (3,5) und Super RTL (2,2). In der jüngeren Zielgruppe (14 bis 49 Jahre) führt RTL mit großem Vorsprung (18,8 Prozent) vor ProSieben (11,5), Sat.1 (10,6) und Vox (7,5 Prozent). # dpa-Notizblock * * * * Die folgenden Informationen sind nicht zur Veröffentlichung bestimmt

Die Top Ten der Frauenfußball-Spiele im TV

Noch nie war Frauenfußball im deutschen Fernsehen so erfolgreich wie bei dieser Heim-WM. In den Zuschauer-Top-Ten des Frauenfußballs stehen allein sechs Begegnungen der WM 2011. Die Nachrichtenagentur dpa dokumentiert die ersten zehn Plätze der Quoten-Rangliste der Frauenfußball-Spiele seit 1995 im deutschen Fernsehen (nach Angaben von Media Control, endgültige gewichtete Daten für alle Spiele mit Ausnahme des Endspiels vom Sonntag):

Spiel – Zuschauer in Mio und und der Marktanteil in Prozent

1. Deutschland – Japan (WM 2011) – 17,01 – 59,2

2. Deutschland – Nigeria (WM 2011) – 16,45 – 51,7 3.

Frankreich – Deutschland (WM 2011) – 16,30 – 51,8 4.

Deutschland – Kanada (WM 2011) – 15,41 – 60,1 5.

Japan – USA (WM 2011 – Finale)* – 15,34 – 46,6 6.

Deutschland – Schweden (WM 2003) – 10,48 – 33,2 7.

Deutschland – Brasilien (WM 2007) – 9,05 – 50,6 8.

Japan – Schweden (WM 2011, Halbfinale) – 8,48 – 28,6 9.

England – Deutschland (EM 2009) – 7,53 – 36,6

10. Deutschland – Portugal (EM-Quali 2003) – 7,22 – 36,5 * vorläufige Einschaltquote