Eishockey

Eisbären verlieren nach der Pause 2:3 in Wolfsburg

Bei den Niedersachsen genügt eine starke Schlussphase nicht. Mit der Niederlage geben die Berliner die Tabellenführung an München ab.

Eisbären-Profi Florian Busch hat es schwer gegen seinen früheren Teamkollegen Tyson Mulock

Eisbären-Profi Florian Busch hat es schwer gegen seinen früheren Teamkollegen Tyson Mulock

Foto: Peter Steffen / picture alliance / dpa

Wolfsburg.  Ihren Wunsch für die kommenden Wochen haben die Eisbären Berlin deutlich genug gemacht in den vergangenen Tagen: Sie wollen die Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL) so weit oben wie möglich beenden. Nach dem Ende der gut zweiwöchigen Pause der Liga ging es für die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp allerdings erst einmal nach unten. Bei den Grizzlys Wolfsburg unterlagen die Eisbären zum Auftakt des Endspurts in der Punkterunde mit 2:3 (0:1, 0:2, 2:0). Von der Spitze rutschten die Berliner auf Rang zwei ab und mussten Red Bull München mit Ex-EHC-Trainer Don Jackson den ersten Platz überlassen.

Das solide Debüt des neuen Verteidigers Milan Jurcina verlief also insgesamt nicht sonderlich zufriedenstellend, ebenso wie die Rückkehr von Abwehrspieler Frank Hördler nach einer Handverletzung und zweieinhalb Monaten Pause. Zu viele Strafzeiten und eine sichere Wolfsburger Defensive verhinderten ein besseres Abschneiden der mit 4503 Zuschauern erstmals in dieser Saison ausverkauften Wolfsburger Arena. Mit über 1000 angereisten Fans hatten die Berliner ihren Anteil daran, doch zum vierten Sieg im vierten Saisonduell mit den Niedersachsen konnten die Anhänger ihr Team nicht begleiten.

Constantin Braun und Mark Olver treffen

Aus den Startlöchern kamen die Eisbären an sich recht gut, doch schon im ersten Drittel wurde der Rhythmus der Gäste durch Strafzeiten unterbrochen. Mit Sebastian Furchner (13.) und Robert Bina (24.) nutzten die Wolfsburger ihre Überzahlsituationen. Ein von Gerrit Fauser abgeschlossener Konter sorgte für eine Vorentscheidung (30.), denn die Berliner vermochten es an diesem Tag kaum, sich gefährlich in das Drittel der Grizzlys zu begeben. Die standen schon in der neutralen Zone sehr eng und unterbanden das Aufbauspiel der Berliner sehr effektiv.

In ihrem ersten Überzahlspiel konnten sich die Eisbären dann doch mal vor dem Tor positionieren und verkürzten nach Vorlage von Jurcina durch Constantin Braun (46.). Zwar brachte das noch einmal Schwung in das EHC-Treiben, doch trotz des Anschlusstreffers von Mark Olver (56.) ließ sich die Niederlage nicht mehr abwenden. Am Sonntag müssen die Berliner in Augsburg antreten. Die Panther liegen auf Platz zwölf und wollen sieben Spiele vor dem Ende den Anschluss an die Pre-Play-off-Plätze nicht verlieren. Einfach wird es für die Eisbären also auch dort nicht.