Eishockey

Eisbären gehen mit vollem Kader in den Endspurt

In Wolfsburg beginnt für die Eisbären am Freitag die heiße Phase der Saison. Und das in einer mittlerweile ungewohnten Konstellation.

Noch acht Partien spielen die Eisbären in der Hauptrunde

Noch acht Partien spielen die Eisbären in der Hauptrunde

Foto: Picture Alliance / BM

Berlin.  In der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) beginnt die heiße Phase: Acht Spieltage stehen in der Hauptrunde noch bevor, dann beginnt das Pre-Play-off. Mit dem möchte der EHC Eisbären, der zwei Jahre in Folge in dieser Runde hängengeblieben ist, diesmal nichts zu tun haben. „Wir wollen am Ende so weit oben wie möglich sein“, sagt Trainer Uwe Krupp, dessen Team am Freitag in Wolfsburg antritt. Als Tabellenführer besitzen die Berliner die beste Ausgangsposition dafür, sich direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren.

Mit einer ungewohnten Situation gehen die Eisbären in das Saisonfinale. „In dieser Phase einen vollen Kader zu haben, ist eine gute Sache“, so Krupp. In den Vorjahren hatten die Berliner enorme Verletzungssorgen, jetzt fällt in Bruno Gervais lediglich ein Verteidiger aus, und für den holte der EHC Anfang der Woche in Milan Jurcina prominenten Ersatz. Abwehrkollege Frank Hördler ist auch wieder dabei nach überwundener Handgelenksverletzung und wird erstmals seit dem 6. Dezember auflaufen.

Zwei Stürmer zuviel

Damit ergibt es sich, dass die Eisbären in Wolfsburg sogar zwei Stürmer zu viel haben. Sollte nicht noch jemand ausfallen, wären Sven Ziegler und Shuhei Kuji, der mit Japan gerade den Sprung in die letzte Qualifikationsrunde für Olympia 2018 geschafft hat und im September dabei unter anderem auf Deutschland trifft, die überzähligen Profis.

„Wir haben 14 Stürmer, die brauchst du auch. Das ist eine gute Situation für uns“, so Krupp, der bereits Abwehrspieler Kai Wissmann wieder in die Zweite Liga zu Kooperationspartner Dresden entsendet hat. Für den Trainer geht es in der nächsten Zeit vor allem um die Spielqualität seiner Mannschaft. Er will gute Leistungen sehen, die sein Team befähigen, mit einem guten Gefühl in das Play-off zu gehen.

Das Restprogramm bis dahin ist nicht leicht. Mit Iserlohn, Mannheim, Köln und Nürnberg warten gefährliche Gegner. Dazu sind fünf der acht Partien auswärts. „Alle haben ein schweres Restprogramm“, sagt Krupp dazu nur. In Wolfsburg beim Tabellensechsten wird es immerhin fast schon wieder etwas heimatlich für den EHC, etwa 1000 Fans werden die Reise nach Niedersachsen mitmachen. Zum ersten Mal in dieser Saison rechnen die Wolfsburger sogar mit einem vollen Haus.