Eishockey

Eisbären wollen jetzt ein anderes Gesicht zeigen

Gegen die DEG zeigten die Eisbären eine der schwächsten Leistungen der Saison. Am Sonntag soll es die Revanche geben bei den Rheinländern.

Eisbären-Trainer Uwe Krupp musste sich am Freitag zusammenreißen

Eisbären-Trainer Uwe Krupp musste sich am Freitag zusammenreißen

Foto: Buthmann/Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Berlin.  Vor einer Woche sah es noch recht einsam an der Spitze aus, da führte der EHC Eisbären die Tabelle der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit fünf Punkten Vorsprung an. Inzwischen liegen drei Mannschaften punktgleich vorn, weil die Berliner ein schlechteres Torverhältnis haben als Düsseldorf und Iserlohn, sind sie aber nur noch Dritter. Das Torverhältnis litt besonders am Freitag, im Spitzenspiel gegen die DEG beim 2:7 in eigener Hale. „Das Beste an dem Spiel ist, dass wir Sonntag die Möglichkeit haben, uns zu revanchieren“, sagt Trainer Uwe Krupp. Erneut ist die DEG der Gegner, diesmal in Düsseldorf.

Aufgrund der Leistung seiner Mannschaft, gestand Krupp lange nach dem Spiel ein, hätte nicht viel gefehlt, und er wäre im Dreieck gesprungen. Nichts hat funktioniert. „Es war niemand im Kopf dort, wo er hätte sein sollen“, sagt Kapitän André Rankel. In den Zweikämpfen verhielten sich die Berliner ungeschickt, sie waren zu weit weg von ihren Gegenspielern, versuchten dennoch, ihr Offensivsystem so durchzuziehen wie gewohnt.

Reaktion muss aus dem Team kommen

„Wir haben es übertrieben. Das führt dazu, dass wir viele Konter bekommen“, so Stürmer Marcel Noebels, der mit den vielen individuellen Aussetzern haderte: „Alle haben Fehler gemacht, egal ob sie 38 oder 17 Jahre alt sind. Wir waren als Mannschaft nicht gut genug.“

Die Verletzungssorgen wollte zum Beginn des letzten Viertels der Hauptrunde niemand als Begründung ins Feld führen. Verteidiger Bruno Gervais (Knie) fällt bis Saisonende aus, die Genesung von Abwehrkollege Frank Hördler (Hand) zieht sich hin, Verteidiger Henry Haase (Infekt) fehlt. Mit Mark Bell (Knöchel) konnte ein Stürmer bisher gar nicht eingesetzt werden. Die Lücken füllen junge Spieler, an ihnen lag es gegen die DEG nicht.

Obwohl Krupp vieles missfiel, beherrschte er sich. „Ich muss in solchen Situationen nicht reagieren. Die Reaktion muss von der Mannschaft kommen“, sagt er. Rankel sprach davon, in Düsseldorf jetzt ein anderes Gesicht zu zeigen. Noch sind es 13 Spiele bis zum Ende der Hauptrunde, mit 13 Punkten Vorsprung auf Platz sieben scheint der direkte Einzug in das Viertelfinale fast sicher. Falls Auftritte wie Freitag eine Ausnahmen bleiben.