Eine Reise mit der Mannschaft hat Mark Bell schon lange nicht mehr mitgemacht. Insofern wird dieses Wochenende für den Kanadier eine schöne Abwechslung. „Das ist ein guter Schritt für ihn“, sagt Trainer Uwe Krupp. Er nimmt den Stürmer mit auf die mehrtägige Auswärtsfahrt nach Ingolstadt, wo der EHC Eisbären am Freitag antritt (19.30 Uhr), und nach Mannheim, wo der Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Sonntag gastiert (17.45 Uhr, ServusTV).

Viel mehr als mal wieder ein wenig reinschnuppern wird es für Bell allerdings nicht. „Für einen Einsatz ist es noch zu früh“, sagt der 35-Jährige. Die ganze Saison fiel er bisher aus, eine schmerzhafte Prellung im Knöchel machte enorme Probleme. Erst eine neue Therapie im Unfallkrankenhaus Marzahn brachte Ende November kleine Fortschritte.

Krupp schätzt Bell

Inzwischen trainiert er sogar wieder mit dem Team. „Er hatte zwei gute Trainingseinheiten“, so Krupp. Auf der Bank wird Bell noch nicht sitzen, seine Entwicklung soll von Woche zu Woche beobachtet werden. Bell hofft, noch vor dem Play-off wieder eine Option zu sein, Krupp schätzt den Kanadier und wäre froh über ein Comeback.

In der Berliner Reisegruppe nimmt Bell den vakanten Platz von Shuhei Kuji ein. Der Japaner fällt am Wochenende wegen einer kleinen Unterkörperoperation aus. Auf dem Eis wird Krupp den Stürmer nicht ersetzen, er hatte zuletzt ohnehin kaum Eiszeit als 13. Angreifer. Auch Frank Hördler fehlt wegen einer Handgelenksverletzung weiterhin.

Ingolstadt im Aufwind

Gemessen an den Sorgen der vergangenen Jahre halten sich die Verletzungsprobleme der Berliner in engen Grenzen. Das hat ihnen geholfen, sich wieder nach oben zu orientieren. Selbst vor einem Wochenende bei Vizemeister und Meister muss den Eisbären da nicht Bange sein. Zumal beide Gegner viel mit sich selbst zu tun haben. Doch gerade Ingolstadt zeigte sich zuletzt verbessert. „Die Ingolstädter sind das erste Mal in dieser Saison in den Top 10. Die werden alles dafür tun, dass es weiter in diese Richtung geht“, sagt Krupp.

Mannheim als Siebter hat nur ein Spiel am Wochenende, in dem die Adler alles geben werden. „Wenn wir zwei gute Spiele spielen, gegen zwei Mannschaften, die hart um ihre Punkte kämpfen werden, dann wissen wir wieder ein bisschen mehr über unsere Mannschaft“, erzählt Trainer Uwe Krupp. Mark Bell weiß dann ganz sicher wieder, wie es sich anfühlt, ganz nah beim Team zu sein.