Eishockey

Sogar Schweini trommelt für den Besuch der Eisbären

Ligakrösus Red Bull München zieht für DEL-Spiel gegen die Berliner am Montag in eine größere Halle um und lässt Fußballstars dafür werben.

Die Eisbären Travis James Mulock, Laurin Braun, Bruno Gervals v.l.) umringen den Wolfsburgfer Sebastian Furchner

Die Eisbären Travis James Mulock, Laurin Braun, Bruno Gervals v.l.) umringen den Wolfsburgfer Sebastian Furchner

Foto: Bernd Von Jutrczenka / dpa

Berlin.  Ein Spiel mit 1:0 zu gewinnen, ist etwas, das Eishockey-Trainer normalerweise gern mögen. Weil es meist ein Beleg dafür ist, dass die Aufmerksamkeit der Mannschaft sehr hoch war. Dass das Team in der Lage ist, sich mit haarigen Situationen zu arrangieren. Uwe Krupp wollte so weit nicht gehen, bei ihm hörte es sich fast an, als hätte seine Mannschaft, die immerhin Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist, ein bisschen Glück gehabt beim 1:0 gegen die Grizzlys Wolfsburg am zweiten Feiertag. „Man hat gemerkt, dass Weihnachten war“, erzählte der Trainer des EHC Eisbären. Nach zwei Tagen Pause sei nicht jeder mit dem Kopf ganz beim Eishockey gewesen.

Das Fest sei mit der Partie gegen die Niedersachsen jedoch überwunden. „Das nächste Spiel spielt sich leichter“, sagte Krupp. Ob das wirklich stimmt, bleibt abzuwarten. Denn die Partie am Montag beim EHC Red Bull München wird keine normale (19.30 Uhr, ServusTV). Die Mannschaft des ehemaligen EHC-Erfolgstrainers Don Jackson erlebt gerade ihr „Hockey HALLEluja“. Aus dem kleinen Olympia-Eisstadion ziehen die Münchner für zwei Spiele um in die große Olympiahalle. Es soll ein wenig Spektakel sein bei den sonst nicht gerade als Publikumsmagnet bekannten Bayern. Und sie siegten am Sonnabend in der großen Halle vor beeindruckenden 9700 Zuschauern mit 6:3 gegen Augsburg. Der frühere Nationalmannschafts-Kapitän Michael Wolf traf dabei doppelt und stieg mit nun 262 Treffern zum DEL-Rekordtorschützen auf.

Um die Arena zu füllen, werben die Münchner sogar mit prominenten Fußballprofis. In einem Trailer priesen unter anderen Mario Gomez und Bastian Schweinsteiger den Besuch dieser beiden Partien an. In einer Hinsicht war der Umzug der Münchner auf jeden Fall ratsam. Denn die Partie des Vierten gegen den Tabellenführer aus Berlin ist das Spitzenspiel des 31. Spieltages.