Langeweile kann man der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nun wirklich nicht nachsagen. Vor zehn Tagen war der EHC Eisbären noch als Tabellenführer gefeiert worden, nach dem 1:6 (1:1, 0:2, 0:3) bei den Kölner Haien sind die Berliner nun aber schon wieder auf Rang sechs abgerutscht. Drei Auswärtspleiten in Folge mit insgesamt nur einem Treffer lieferten die Berliner seither ab, das klingt ja auch nur nach Mittelmaß.

„Wir waren zu undiszipliniert und haben zu viele Strafen genommen. Ohne die vier Gegentreffer in Unterzahl wäre es ein viel engeres Spiel geworden“, ärgerte sich Verteidiger Constantin Braun am TV-Mikrofon über das Strafenverhältnis von 18:2 Minuten. Sein Trainer Uwe Krupp dürfte das Gastspiel an seiner früheren Wirkungsstätte ähnlich erlebt haben. So blieb der kurze Besuch bei seiner Mutter das einzig Positive am Trip in seine Heimatstadt.

Dabei hatten die Haie-Fans unter den 11.255 Zuschauern schon das Schlimmste befürchtet, als die Eisbären eine 3:5-Unterzahl überstanden und dabei trotz Kölner Dauerdrucks sogar die Führung durch Jens Baxmann erzielten (14.). Auch nach dem Ausgleich durch Salmonsson (17.) blieb die Partie noch lange offen.

Doch dann sorgten Jones (36. und 50.), Falk (40.), Gogulla (54. und Umicevic (56.) für klare Verhältnisse. Dass Maskottchen „Sharky“ wegen einer Verletzung in der Pausenshow am Freitag erstmals seit 1998 fehlte, war dann natürlich kein Thema mehr.