Das Überzahlspiel funktionierte gut. Warum also nicht was probieren? Darum nahm Trainer Uwe Krupp schon in der 49. Spielminute bei eigener Überzahl den Torhüter Petri Vehanen vom Eis und schickte einen weiteren Feldspieler hinaus. Krupp wusste, dass dies die letzte Chance sein würde für den EHC Eisbären, in die Partie zurückzukommen. Doch die Berliner konnten nicht auf 4:5 verkürzen, letztlich unterlagen sie den Adler Mannheim am Ende mit 4:6 (1:1, 2:3, 1:2).
Es war ein mitreißendes Spiel vor 13.600 Zuschauern in der Mannheimer Arena, eines, in dem lange nicht klar war, wer es gewinnen würde. In dem lange schnelle Reaktionen erfolgten, in dem es schließlich trotzdem einen klaren Sieger gab. Denn bei ihrer vierten Auswärtsniederlage in Serie schafften es die Eisbären nicht, ihre Konzentration im letzten Drittel aufrechtzuerhalten. Der souveräne Tabellenführer, der nun zwölf Punkte vor dem Zweiten liegt, zeigte sich gerade dort enorm druckvoll. „Wir sind teilweise nicht herausgekommen aus unserem Drittel und haben die Scheibe auch nicht gut rausgespielt“, monierte EHC-Stürmer Florian Busch.
Lange absolvierten die Berliner dennoch ein ordentliches Auswärtsspiel. Zumindest in Überzahl, dort konterte Frank Hördler (12.) umgehend die Führung der Adler durch Christoph Ullmann (11.). Darin Olver war sogar doppelt im Powerplay erfolgreich, brachte den EHC zweimal in Front (22./29.). Doch wie zuvor die Eisbären hatte auch Mannheim schnell eine Antwort parat und glich durch Frank Mauer (24.) und Dennis Reul (31.) aus.
Mauer mit drei Treffern für Mannheim
Mit der Schlusssekunde des zweiten Drittels traf Mauer erneut (40.). Die Berliner diskutierten, weil sie den Treffer wohl nach der Sirene wähnten, und kamen darüber aus dem Rhythmus. Sie verloren an Biss und Tempo, was sie gegen diesen Gegner sofort in die Defensive brachte. Markus Kink (45.) und Frank Mauer mit seinem dritten Tor (51.) nutzten diese Unpässlichkeiten der Eisbären, die durch Laurin Braun noch zum 4:6 kamen (58.). Mannheim drängte geradezu auf diesen Erfolg, nachdem die Adler zuvor erstmals in dieser Saison zwei Partien in Folge verloren hatten.
Die Eisbären hatten diese Partie als guten Test betrachtet, um die eigene Leistungsfähigkeit zu überprüfen. Ein paar Aufgaben, soviel ist nun klar, liegen noch vor Trainer Uwe Krupp.
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